MedienScreen # 163 [Toni Krahl. Am Fenster. Immer wieder. Anders. Und nicht irgendwie.]

[Fundstück] Toni Krahl in seinem Buch “Toni Krahls Rocklegenden“ (2016) –

(…) Fünf Jahre K & P Music waren es mir wert, bei mir zu Hause ein kleines Fest zu geben. Wir haben ein Schwein gebraten, klar, ’n vegetarisches. Das nie Fleisch gefressen hat (…)

“Toni ist einer der Coolsten. Er hat nie vergessen, dass in dem Wort Unterhaltung das Wort Haltung steckt(Sebastian Krumbiegel, Klappentext).

– Nachschiebsel –

Lieber Toni Krahl, Joe Cocker hat 1988 in Dresden aber beileibe nicht “in der Elbaue“ gespielt. Da war eine Wiese. In Dresden. Ja. Nicht etwa nahe der Elbe. Sondern fast direkt neben dem Rudolf-Harbig-Stadion. Die seitdem nach ihm geheißen wird. Cockerwiese. Remember?

Torsten Gütschow. Matthias Maucksch. Flotter Dreier?

Wer kennt sie nicht? Noch. Nach wie vor. Gewissermaßen Urgesteine in der Geschichte von Dynamo Dresden. Torsten Gütschow und Matthias Maucksch. Beruflich nach ihrer rasenballsportlich aktiven Zeit in Trainerämtern. Beide. Torsten Gütschow betreut aktuell FSV Budissa Bautzen. Und Matthias Maucksch? Ist in eben jener Regionalliga Nord/Ost tätig. Bei FSV Union Fürstenwalde. Oder?

Jedenfalls trafen die beiden Alt-Recken Gütschow und Maucksch am 22. März 2017 randseitig des Spielfelds an der Bautzner Müllerwiese aufeinander.

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Und der eigentliche Gewinner war? Die Dresdner Morgenpost, print und online.

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(Dresdner Morgenpost Online, 23. März 2017 – Screenshots: O.M.)

Regionalliga Nord/Ost. Ob nun FSV Union Fürstenwalde oder FSV 63 Luckenwalde – FSV bleibt FSV? Aber bundeslandig Brandenburg sowieso. Da hat es Matthias Maucksch nicht so weit zu den Trainingseinheiten. Mit dem Auto eine gute Stunde. Rainald Grebe als Chauffeur? Und Torsten Gütschow? Allein in Sachsen? Nur FSV Budissa Bautzen? Da ist noch Potenzial … Forza!

DNN proudly presents: Headline-Gemuddel

Werte Leute von den Dresdner Neuesten Nachrichten (DNN), sollten wir reden?

Okay, so ein fußballerischer Spieltag, beispielsweise in der 2. Liga, ist nicht einfach. Und sonntags schon gar nicht. Da muss alles noch schneller fertig werden, auch für den Montag dann – Spielbericht, Interviews, Analysen.

Letztsonntäglich hat Dynamo Dresden im Rudolf-Harbig-Stadion gespielt. Quasi fast fußläufig vor eurer Haustür. Zudem arbeitet eine mögliche Datenübermittlung via Internet bereits jenseits der Beta-Phase relativ zuverlässig.

Und dann das von euch …

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(Dresdner Neueste Nachrichten Online, 19. März 2017)
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(Sportbuzzer Dresden, 20. März 2017 – Screenshots: O.M.)

Gut, die Headlines werden dann im Teaser von euch gewissermaßen korrigiert. Bisschen verwirrt erscheint das Ganze allerdings schon.

Aber vielleicht beim nächsten Mal einfach daran denken: Nicht schon zur Halbzeit fertig sein wollen mit der Spielendbetrachtung. Und ebenso den Jahreskalender – günstigstensfalls gespickt mit bis dato in Fußballstadien dieser Republik erspielten Resultaten – nicht aus den Augen lassen. Dann wird es auch richtiger. Besser?

Leipzig, Linke, Pyrotechnik – Dresdner MoPo sieht rot

Am 18. März dieses Jahres lief eine übersichtliche Gruppe von Rechtsextremisten unter Führung von Christian Worch durch Leipziger Gefilde. Mehr oder weniger zügig. Begleitet und widerständlerisch gestört von bedeutend mehr Gegendemonstranten. So weit, so Geschichte? – #Le1803 ein Tag in Leipzig … [Jürgen Kasek, Leipziger Internet Zeitung, 20. März 2017 (Nachschiebsel)].

Ein Demonstrationstag hat geringstenfalls 24 Stunden (Volxweisheit). Und ein Bild sagt mehr als tausend Worte (Fred R. Barnard). Die Dresdner Morgenpost (tag24.de) weiß das. Genau. Oder auch nicht …

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(Screenshots Twitter: O.M.)

… jedenfalls: Gute Besserung, Tag24!

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(Auf Ampelrot anspielend? Oder abendlich relativiert? – Screenshots: O.M.)

MedienScreen # 157 [Die Welt ist aus den Fugen]

[Fundstück] “Fake News in der Tagesschau: Als Eisenach nach Westen zog“, politplatschquatsch.com, 7. März 2017 –

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Bis zu dem Moment, als die Freunde aus Frankreich den Freunden aus den USA das deutsche Traditionsunternehmen Opel abkauften, lag Eisenach in Thüringen. Ganz nahe die Wartburg, nicht weit entfernt Stätten der Schande, aber auch Stätten, die prägend waren für eine deutsche Leitkultur, die wir nicht mehr wollen und auch nicht mehr brauchen.

Deutschland wird global, das Weltklima erwärmt sich, die Erde dehnt sich entsprechend aus. Orte sind nicht mehr dort, wo sie einst waren. Osten wird Westen, ganze westdeutsche Kleinstädte ziehen hingegen weit nach Osten. In der Tagesschau-Grafikabteilung, mit Millionen aufgemotzt, um den Bürgerinnen und Bürgern draußen im Lande hilfreich als Bilder zu malen, was als Text schon lange niemand mehr versteht, glühen die Köpfe.

Wo lag dieses Kaiserslautern noch gleich? Und dieses Eisenach? War das nicht ganz in der Nähe von Saarbrücken?

Schwierig, die Wahrheit herauszufinden in Zeiten, in denen Fake News allerorten produziert werden (…) Kaiserslautern, Eisenach, Rüsselsheim, alles ein Europa, die Städte wachsen zusammen, sie streben auseinander, sie rochieren, verschieben sich, sind heute hier und morgen dort und kaum da, schon wieder fort (…)

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Mit Dank & Gruß an PPQ und dortselbst im Original.

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