Dynamo Dresden: Schnöder Online-Auftritt

Kalle und Kulle sind zuweilen öfter im World Wide Web unterwegs, gerade an einem trübe verregneten Wochenende. Nicht, dass die zwei keine Freundinnen oder Freunde hätten, die beiden informieren sich halt einfach gern online hier und da aktuell über etwaige Neuigkeiten – gerade an einem trübe verregneten Wochenende – zumal, wenn Freundinnen und Freunde etwas anderes vorhaben. Bei ihren Recherchen sind die zwei Freunde zudem ziemlich versiert im Umgang mit ihrer Rechentechnik in der heimischen Wohngemeinschaft. Und da Kulle und Kalle, wie die Nachbarn oft lautstark hören können, dem Fußballsport als solchem zugetan sind, tangieren ihre Online-Ausflüge natürlich auch mehr als lediglich mitunter fußballerisch relevante Homepages.

“Schau mal“, sagt Kalle zu Kulle, dabei von seinen zwei Bildschirmen kurz aufblickend, “ich lese hier gerade bei Ostfussball.com, dass laut den Angaben von meedia.de die Dresdner Dynamos neben ihrem realen Aufstieg sogar auch noch quasi Drittliga-Internet-Meister geworden sind und zudem in der letzten Saison wohl mehr Besucher auf der offiziellen Website des Vereins hatten, als alle Zweitliga-Clubs und acht der Bundesliga-Vereine“.

“Dynamo Dresden?“, murmelt Kulle fragend vor sich hin – dabei ebenfalls kurz von den vor ihm flimmernden zwei Bildschirmen aufblickend – “Basecap ab für so eine solide Leistung als Drittligist im virtuellen Raum“, und weiter grinsend: “Ach ja, unspannend war der reale Aufstieg der Dresdner über die Relegation ja auch nicht gerade“.

Nach einer längeren – lediglich durch Tastaturklappern unterbrochenen – Stille flüstert Kalle plötzlich: “Kulle, magst du Tetris?“ Und Kulle schreckt – welche Websites auch immer gerade betrachtend – hoch und stöhnt: “Auweia, ja, ich zocke das Teil manchmal immer noch, unerreicht genial, kann regelrecht süchtig machen, so simpel das Game auch ist“. “Ah ja, du bist ja schließlich auch ein Online-Urgestein“, antwortet Kalle.

Schweigen, Tastaturgeklapper, leise Musik im Hintergrund … Fünf Minuten später Kulle: “Warum fragst du eigentlich gerade jetzt nach Tetris, dem Spiel meiner längst verflossenen Jugend?“ und schaut grinsend zu Kalle.

“Ach“, antwortet Kalle, “ich habe hier eine Homepage auf einem meiner Schirme, die schaut sich an, als hätte sie ein Tetris-Fan mal so nebenbei entworfen und dann einfach ins Web gestellt“. “Eine neue Tetris-Fan-Site?“, wird Kulle aufmerksam. “Nö“, entgegnet Kalle, “hat irgendwas mit Fußball zu tun, also auch mit Fans, allerdings lese ich gerade eine Mitteilung, es sei eine Übergangswebsite oder so“.

Kulle nuschelnd: “Und du hast doch was gegen Tetris, du jünglicher Ignorant der Old-School-Online-Zeiten“. Dann deutlicher: “Los, schick’ mir mal den Link der Seite, wenn du mich jetzt schon neugierig gemacht hast“. “Quark“, sagt Kalle, “wir sitzen im selben Raum und dann schicke ich dir virtuell einen Link, hast’e sie noch alle? Ich sag’ ihn dir einfach, kannst ja gleich in deinen Browser mitmeißeln … Moment … dynamo-dresden.de“.

Stille. Lange Stille. Dann die Stimme von Kulle: “Ich spiele jetzt lieber Tetris“. Kalle: “Es ist doch nur eine so genannte Übergangswebsite, hast du denn die Infos nicht gelesen?“ Kulle: “Lass mich in Ruhe, ich drehe gerade die Würfel bei Tetris …“.

[Dieser Artikel wurde am 3. Juli 2011 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]

Dynamo Dresden: Foto-Magazin zum Aufstieg – und wie weiter?

Nur gut eine Woche nach dem – letztendlich über die Relegationsspiele gegen den VfL Osnabrück – geglückten Aufstieg der SG Dynamo Dresden (SGD) in die nächstsaisonale 2. Bundesliga kann sich nun der mehr oder auch weniger interessierte Fußballfan die vielleicht schönsten und ebenso aufregendsten Fotos dieses Ereignisses in aller Ruhe gedruckt in den Händen haltend betrachten, zu Gemüte ziehen und dabei noch einmal in quasi erst kurz zurückliegenden Erinnerungen schwelgen.

Der Dresdner Sport-Fotograf Frank Dehlis (dehli-news.de) hat gemeinsam mit Stefan Großmann, für Redaktion und Layout verantwortlich zeichnend, ein zeitnahes Foto-Magazin über Dynamos Aufstieg (“Die SGD ist wieder da …“) geschaffen, welches ab sofort beim jeweiligen Händler des eigenen Vertrauens erhältlich ist. Direkt bestellbar sind “Die Bilder des Erfolges“ zum Preis von fünf Euro gleichfalls über dynamo-wochenkalender.de, der Homepage zum bereits seit Jahren schon publizierten “kleinen Dicken“, dem jährlichen Dynamo-Jahreskalender.

Nach dem ganzen Erinnerungsschwelgen dann könnte man aktuell allerdings schon durchaus fragen wollen, wohin denn die Reise der SGD in der 2. Bundesliga gehen soll – vor allem auch auf dem Rasen. Bislang mindestens elf offiziell bestätigten Abgängen aus dem “Aufstiegshelden“-Kader 2010/11 stehen derzeit lediglich hier und da kolportierte zweieinhalb Neuverpflichtungen entgegen.

Die Dresdner Morgenpost jedenfalls resümierte am 4. Juni, dass Dynamos Mannschaft nach dem Aufstieg das halbe Gesicht verloren habe (“Konstanz sieht anders aus“) und zitierte zudem dahingehend SGD-Chefscout Hans-Jürgen ’Dixie’ Dörner: “Es ist sicher nicht normal, dass so viele weggeh’n“ – wie immer so eine Aussage auch gemeint ist und zu werten sein mag.

[Dieser Artikel wurde am 4. Juni 2011 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]

MedienScreen # 7 [Fern gesehenes Relegationsspiel, NDR, MDR, Medien]

[Fundstück] “Realität – nur eine Frage der Regie“, politplatschquatsch.com, 27. Mai 2011 –

(…) Die Realität, sie ist noch stets nur eine Frage der Regie. Als Dynamo Dresden im Relegationsspiel in Osnabrück kurz vor dem größten Erfolg der letzten Jahre stand, waren sie natürlich auch wieder da. Eine Handvoll Irrer, die die Gelegenheit passend fanden, genau jetzt die mitgebrachten bengalischen Feuer zu zünden, um ihrer Freude auf eine Weise Ausdruck zu verleihen, die – ein wenig bösen Willen vorausgesetzt – den Schiedsrichter auch hätte veranlassen können, das Spiel abzubrechen. Osnabrück wäre dann in der 2. Liga geblieben, Dresden in der 3.

Sehen konnte das Ausmaß der Ausschreitungen allerdings nur, wer als Osnabrück-Anhänger die Übertragung des NDR sah. Der MDR, der den sächsischen Traditionsklub mit einem eigenen Team nach Norden begleitet hatte, um den Fans zu Hause einen landsmannschaftlich-begeisterten Kommentar zu bieten, reagierte schnell. Solche Bilder will man daheim nicht sehen, entschied die Regie. Solche Bilder muss daheim auch keiner sehen. Wie sieht das denn aus? Und zeigte statt der brennenden Dynamo-Kurve, der herumirrenden Spieler und des heftig diskutierenden Schiedsrichters minutenlang unverfängliche Wiederholungen von Spielszenen. Das Live-Bild mit dem, was wirklich geschah in Osnabrück, packte die Sendeleitung in ein kleines Kästchen am Bildschirmrand.

Ausschreitungen? Immer dasselbe mit den Fans von der Elbe? Aber woher denn! Das große Dynamo-Herz der MDR-Verantwortlichen ließ den peinlichen Eklat genau auf dieselbe Art zu einer Marginalie schrumpfen, wie ihr aufklärerisches Engagement seinerzeit die blödsinnigen “antisemitistischen“ (MDR) “Juden Jena“-Rufe von HFC-Fans zu einer Staatsaffäre aufgeblasen hatten.

Welche Verwunderung muss in Dresden herrschen, wenn der DFB nun ein “Nachspiel“ der “Jagd- und Prügelszenen am Rande des Relegationsspiels zwischen dem VfL Osnabrück und Dynamo Dresden“ ankündigt, wo doch großartige Jagd- und Prügelszenen beim Nachfolgesender des DDR-Fernsehens gar nicht zu sehen waren? Und die “Sächsische Zeitung“ auch nur sehr sparsam darüber berichtet? “Bereits während der Partie hatten Dynamo-Anhänger auf der Tribüne Fahnen angezündet und Feuerwerkskörper abgebrannt“, weiß man immerhin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (…)

Der Schiri habe die Partie aus Sicherheitsgründen einige Sekunden vor dem Ablauf der regulären Spielzeit abgepfiffen, weil Dynamo-Fans aufs Spielfeld drängten. Beim Sturm der Fans kam es dann zu “Tritten und Schlägen gegen Beamte, Ordner und Fotografen, im Stadion wurden Kameras, Werbebanden und Sitzschalen zerstört“. Sätze, die laut Google-News keine Ostzeitung auch nur sinngemäß druckt. Dafür aber alle West-Medien. Hier die Angst, dem Fußballstandort zu schaden. Dort die klammheimliche Freude, dem ballspielenden Osten alle Klischees als völlig korrekt unter die Nase reiben zu können.

“Ostklubs sind eine Bereicherung“, höhnt das Hamburger Abendblatt. Von “Hunnen oder Wandalen in der Völkerwanderungszeit“, sieht eine Zeitung in Offenbach. Die Blätter im Osten dagegen schweigen (…) Nicht einmal der MDR, der ja dabei war, findet auf seiner Homepage ein Plätzchen, Bilder der Ausschreitungen zu zeigen (…)

***

Mit Dank & Gruß an PPQ und dortselbst im vollständigen Original.

[Dieser Beitrag wurde am 27. Mai 2011 bei Ostfussball.com publiziert.]

MedienScreen # 6 [Dynamo-Fans, Hunnen, Wandalen, Ossis]

[Fundstück] “Klagende Unschuldslämmer“, Thomas Kirstein, op-online.de, 19. Mai 2011 –

(…) Der Ruf, der Anhängern des Fußballclubs Dynamo Dresden vorauseilt, steht kaum dem von Hunnen oder Wandalen in der Völkerwanderungszeit nach. Allerdings waren die Stämme frei vom Rassismus, den ein Teil der Elb-Hooligans pflegt.

Wer im Internet nach “Dresden“ und “Fans“ sucht, wird mit einer Fülle von Berichten über Krawalle und antisemitische Hetze bedient.

Beim Spiel Offenbach gegen Dresden gilt also höchste Alarmstufe, zumal in einer Baustelle. Nachdem es dann tatsächlich zu Konfrontationen gekommen ist, gehen die als Provokateure geltenden Sachsen in die mediale Offensive. Die Methode ist bekannt: erst Krawall machen, dann die Unschuldslämmer mimen (…)

[Fundstück] “Augenzeuge – der Wochenrückblick der Fangemeinschaft Dynamo“, fangemeinschaft-dynamo.de, 18. Mai 2011 –

(…) Länger im Gedächtnis bleiben werden den Offenbachreisenden allerdings auch die katastrophalen Rahmenbedingungen des Spiels. Selten, so waren sich alle dynamischen Auswärtsfahrer einig, hatte man ein derartiges Chaos erlebt, wie in Offenbach. Von einem Konzept nicht die leiseste Spur, dafür gab es völlig hilflose Ordner zu bestaunen und Polizisten, die den Einsatz im und am Stadion offensichtlich mit einem Kampfsportseminar verwechselten. Das die Unfähigkeit von Veranstalter und Sicherheitskräften, sowohl im Heimbereich des Stadions als auch am und im Gästeblock nicht zu richtigen Katastrophen führte, war an diesem Nachmittag einzig und allein dem unglaublich besonnenen Verhalten der schwarzgelben Fans zu verdanken. Die Fangemeinschaft Dynamo zollt dafür allen Dynamos ihren größten Respekt (…)

[Dieser Beitrag wurde am 19. Mai 2011 bei Ostfussball.com publiziert.]

MedienScreen # 5 [Fangemeinschaft Dynamo, Offenbach]

[Fundstück] Pressemitteilung: Fangemeinschaft Dynamo entsetzt über Einsatz in Offenbach, fangemeinschaft-dynamo.de, 16. Mai 2011 –

(…) Im letzten Spiel der gerade abgelaufenen Saison traf die SG Dynamo Dresden auf die Kickers aus Offenbach. Bereits lange vorher war klar, dass die bauliche Situation rund um den Bieberer Berg ungünstig sein wird. Um so unverständlicher ist für uns das, was am Sonnabend passierte.

Die Situation am Einlass ins Stadion wurde durch völlig konzeptlose Einheiten der Polizei und der Ordnungskräfte regelrecht provoziert. Nicht nur willkürliche Festnahmen, sondern auch das Verhalten der Einsatzkräfte waren alles andere als deeskalierend. Unsinnige Aufrufe an mehr als 800 Menschen, geschlossen zurückzutreten, wechselten sich mit der Androhung von Gewalt ab. Die Stimmung heizte sich durch derartiges Verhalten weiter auf und drohte endgültig zu kippen. Innerhalb des Stadionbereiches wurden die Fans aufgerufen, per Telefon oder SMS beruhigend auf die Wartenden einzuwirken. Dagegen wurden die mit offiziellen Arbeitskarten des OFC ausgestatteten Fanvertreter der Fangemeinschaft Dynamo beim Versuch, direkt am Tor deeskalierend auf die eigenen Fans einzugehen, mit Platzverweisen belegt. Die damit einhergehenden Beschimpfungen führender Polizeibeamter empfinden wir als Provokation und deutliches Signal an uns Fanvertreter, dass eine Beruhigung der Lage gar nicht gewollt war. Aussagen in diese Richtung gab es jedenfalls mehrfach.

Leider durften wir auch zum wiederholten Male erleben, dass seitens der Polizei der Einsatz von Pfefferspray einer immer weiter sinkenden Hemmschwelle unterliegt. Ohne tatsächlichen Grund wurde willkürlich und rücksichtslos in Menschenmengen gesprüht, Verletzungen von unschuldigen und wehrlosen Fans dabei mindestens billigend in Kauf genommen. Wir empfinden es als unerträglich, dass Menschen, die zu einer offiziellen Veranstaltung gehen wollen, bereits vorbeugend erklärt wird, sie müssen mit der Gewalt staatlicher Einsatzkräfte rechnen. Das Verhalten der Polizei und der Einsatzkräfte in Offenbach war eines Rechtsstaates unwürdig und ist in keiner Weise mit dem ersten Artikel des Grundgesetzes zu vereinbaren.

Die Fangemeinschaft Dynamo ist stolz auf das Verhalten der Dynamofans. Nur der Besonnenheit der großen Masse ist es zu verdanken, dass die Situation in Offenbach trotz ständiger Provokationen und unsinniger Restriktionen nicht eskaliert ist. Dem gegenüber steht das Entsetzen über die Art und Weise einer Machtdemonstration hauptsächlich uniformierter Beamter im Staatsdienst, die ihre Aufgabe, für Ruhe und Ordnung zu sorgen, gründlich missverstanden haben. Gewalt ist aus Sicht der Fangemeinschaft Dynamo niemals ein Mittel, um vorhandene Probleme zu bekämpfen. Weder auf Seiten der Fans, noch auf Seiten der Polizei und Ordnungskräfte.

Die Fangemeinschaft Dynamo bedauert jeden einzelnen Verletzten. Keinem Fan, keinem Ordner und keinem Polizeibeamten sollten solchen Risiken durch mangelhafte Konzeption aufgebürdet werden. Die für die Sicherheit Verantwortlichen haben am Sonnabendnachmittag jedoch genau dies durch ihr völliges Versagen getan (…)

[Fundstück] Offener Brief der Fangemeinschaft Dynamo an die Verantwortlichen der Offenbacher Kickers 1901, fangemeinschaft-dynamo.de, 16. Mai 2011 –

(…) Sehr geehrter Präsident, Herr Dieter Müller,
sehr geehrter Geschäftsführer, Herr Thomas Kalt,
sehr geehrter Sicherheitsbeauftragter, Herr Gernot Hess,
sehr geehrte Fanbeauftragte, Herr Matthias Schmidt und Herr Raffael Baccaro,

nach dem Spiel der Offenbacher Kickers 1901 gegen die SG Dynamo Dresden ziehen wir, die Fangemeinschaft Dynamo, eine erschreckende Bilanz. Medienberichten zufolge zählten die Sanitäter und Ärzte vor Ort insgesamt 29 Verletzte. Dies ist umso bedauerlicher, als dass jeder einzelne Verletzte an diesem Tag vermeidbar gewesen wäre.

Dynamo Dresden hat selbst Erfahrungen mit dem Spielbetrieb auf einer Baustelle. Dennoch gab es in Dresden zu keinem Zeitpunkt der Bauphase Verletzte durch mangelnde Sicherheitskonzepte. Aus unserer Sicht wurden bereits in der Vorbereitung des Spieles gravierende Fehler begangen.

Im Ergebnis musste das Spiel eine viertel Stunde später angepfiffen werden, gleichwohl zu diesem Zeitpunkt noch mehrere hundert Dresdner vorm Stadion warteten. Eine vollkommen unübersichtliche Situation am Eingang, die leicht vermeidbar gewesen wäre, ist dabei nur der Anfang der Kette von Unverständlichkeiten. So ist es der Konzeptlosigkeit aller Sicherheitskräfte geschuldet, dass Offenbacher Fans aus ihrem eigenen Block mit Polizeigewalt vertrieben werden mussten. Im Dresdner Fanblock wurde Pfefferspray eingesetzt, weil einige Wenige auf dem Zaun saßen, ebenso am Treppenaufgang gegen Fans, welche dort auf die sich vor dem Stadion befindlichen Personen warteten. Verletzungen Unschuldiger wurden dabei billigend in Kauf genommen. Aufrufe über den Stadionsprecher waren inhaltlich an Dreistigkeit kaum zu überbieten. So wurden die Dresdner Fans aufgerufen, beruhigend auf die Masse eigener Fans vor dem Stadion einzuwirken. Diesem Aufruf folgend wurden dann Fanvertreter trotz Arbeitskarte mit Platzverweisen belegt. Niemand im Stadion war als Ansprechpartner oder Vermittler zur Stelle, mit dem man gemeinsam die Situation beruhigen hätte können. Ein sogenannter “Communicator“ der Polizei warb sogar mit “privaten Problemen“ um Verständnis.

Höhepunkt der Peinlichkeiten waren dann die minutenlang wiederholten Androhungen von Gewalt durch die Polizei über das Mikrofon des Stadionsprechers, begründet mit der Aussage, man wolle keine Gewalt. Dass Fans auf Zäunen sitzen, mag nicht gewollt sein. Sie haben durch das ausgesprochene Verbot auch nichts darauf zu suchen. Dieses einfache Sitzen aber als “Aggression“ zu bezeichnen, ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten!

Sehr geehrte Verantwortliche des OFC,

zusammengefasst haben Sie im Zusammenhang mit dem genannten Spiel Ihre mangelnde Fähigkeit demonstriert, ein Spiel unter den gegebenen Bedingungen sicher und kontrolliert durchzuführen. Für die Vertreibung der eigenen Fans aus dem eigenen Block aufgrund mangelnder Organisation der angezeigten Fantrennung, für die völlig undurchdachte Zuführung der Dresdner Fans zum Stadion und für die offene und wiederholte Androhung von Gewalt sollten Sie sich schämen! Das ist eines ambitionierten Drittligisten nicht würdig! (…)

[Dieser Beitrag wurde am 16. Mai 2011 bei Ostfussball.com publiziert.]

1 69 70 71 72 73 74