Archiv der Kategorie: PoliticalScene

MedienScreen # 164 [Lebt ES?]

[Fundstück] Andreas Weller, “Wer ist hier Gefährder?“, Kolumne ’Wellers Woche’, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 11. März 2017 –

(…) Kleiner Tipp: Stellen Sie [Gordon Engler, AfD-Stadtrat] mal die Anfrage, ob der OB [Dirk Hilbert, FDP] ausschließen kann, dass Adolf Hitler nicht doch noch lebt und gerade dabei ist, in Dresden das vierte Reich aufzubauen. Der olle Addi würde im April zwar 128 Jahre alt, aber man weiß ja nie …

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MedienScreen # 161 [Faust des Ostens. Liest Christoph Ruf den SPIEGEL nicht?]

[Fundstück] Christoph Ruf, “Dynamo-Fans kämpfen gegen schlechtes Image“, Stuttgarter Nachrichten Online, 29. März 2017 –

(…) “Dynamo hat eine der größten und vitalsten Fanszenen in Deutschland. Da kann es bei einzelnen Spielen immer mal zu unschönen Vorfällen kommen“, sagt Michael Gabriel, Leiter der Koordinierungsstelle der Fanprojekte in Frankfurt. “Das verbreitete Klischee, die Dynamo-Fans seien in der Mehrzahl gewalttätig und rechts, trifft aber schon lange nicht mehr zu.“

Immer noch kommen allerdings viele kampfsportgestählte Männer zu den Spielen, die politisch der Pegida-Bewegung näherstehen als dem demokratischen Spektrum. Doch im Gegensatz zu den 1990er Jahren, als rassistische Rufe noch an der Tagesordnung waren, bleiben die heute aus. Nicht nur, weil der Verein seit Jahren viel deutlicher Position bezieht als früher. Nicht nur, weil auch in Dresden die Mehrheit der Stadionbesucher findet, dass “Rassismus kein Fangesang“ ist, wie auf der Anzeigetafel steht. Sondern vor allem, weil die enorm große Ultraszene des Vereins sich als “unpolitisch“ erklärt. Der Begriff ist umstritten, im Kurven-Alltag aber bedeutet er, dass jeder Fan, der sich politisch äußert, gegen den Minimalkonsens verstößt – egal, ob er als Privatperson rechts oder links tickt. Das “Keine Politik im Stadion“-Dogma führte auch dazu, dass der rechtsextreme Schlägertrupp “Faust des Ostens“ aus dem Stadion komplimentiert wurde, die Linie schränkt aber auch Fans ein, die sich offensiver gegen rechts positionieren wollen (…)

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Wort zum Montag. In Dresden.

Ohne weitere Worte …

(…) “Wir freuen uns aufrichtig, mit euch jetzt diesen kleinen Spaziergang hinzulegen“, ruft Sänger Campino mit Blick auf Pegida ins Mikro (…) [Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 28. März 2017].

… oder?

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(Screenshot Twitter: O.M.)

Leipzig, Linke, Pyrotechnik – Dresdner MoPo sieht rot

Am 18. März dieses Jahres lief eine übersichtliche Gruppe von Rechtsextremisten unter Führung von Christian Worch durch Leipziger Gefilde. Mehr oder weniger zügig. Begleitet und widerständlerisch gestört von bedeutend mehr Gegendemonstranten. So weit, so Geschichte? – #Le1803 ein Tag in Leipzig … [Jürgen Kasek, Leipziger Internet Zeitung, 20. März 2017 (Nachschiebsel)].

Ein Demonstrationstag hat geringstenfalls 24 Stunden (Volxweisheit). Und ein Bild sagt mehr als tausend Worte (Fred R. Barnard). Die Dresdner Morgenpost (tag24.de) weiß das. Genau. Oder auch nicht …

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(Screenshots Twitter: O.M.)

… jedenfalls: Gute Besserung, Tag24!

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(Auf Ampelrot anspielend? Oder abendlich relativiert? – Screenshots: O.M.)