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Uckermark. Und die weibliche Schönheit bei n-tv als solche.

Werte Kolleginnen und Kollegen von nt-tv Der Nachrichtensender, sollten wir reden?

Aber worüber?

Dass eure Praktikantin oder euer Praktikant, wer wohl sonst, die Headline unterdessen mit einem Fragezeichen verschlimmbessert hat?

Ach, ab in den Urlaub mit euch, wohin auch immer. Und achtet weiter schön auf die Kühe in der Landschaft, die euch ja unterirdisch – und gar nicht etwa vordergründig sexistisch – durch den Kopf zu geistern scheinen …

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(n-tv, Screenshot: O.M.)

MedienScreen # 149 [Ein Gespenst geht um in der Fußball-Welt]

[Fundstück] Christian Bartlau, “Der real existierende Fußball – Was Marx zur 48er-WM gesagt hätte“, n-tv.de, 11. Januar 2017 –

(…) Marx hat dem Kapitalismus seinen eigenen Untergang vorausgesagt, eher kämpferisch im “Kommunistischen Manifest“, eher analytisch im “Kapital“. Er schreibt dort in einer berühmten Passage, dass die kapitalistische Produktionsweise “zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter“. Einen ähnlichen Vorwurf machen Kritiker der 48er-WM der Fifa – sie entwerte damit das Turnier und könnte damit vom “Goldgräber“ zum “Totengräber“ des Fußballs werden (…)

RasenBallaBalla bei n-tv? Contenance!

Nein, werte Menschen bei n-tv. Nein, nein, nein. So geht das nicht. So nicht. Gar nicht!

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(Screenshot: O.M.)

Die Bayern im Stress? Ach, abgehakt, Schwamm drüber.

Aber das bei dieser Spieltagsvorschau genannte Konstrukt, manche sagen Verein, dieses Gebilde jedenfalls heißt RasenBallsport Leipzig. RASENBALLSPORT! Ist da irgendwo etwas von Red Bull zu lesen, zu sehen? Na, eben!

Danke für die Aufmerksamkeit. Und bessert euch!

Post Scriptum – Vorschlag zur Güte, mit einem gewissen Hang zur Ost-Verbundenheit. Geklaut beim Dynamo Wochenkalender von Frank Dehlis, respektive dehli-news.de

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(Screenshot: O.M.)

Über die Namensrechte könnt ihr euch bestimmt einigen. Irgendwie. Provision fällt nicht an. Falls die Betitelung nicht zu umständlich ist. Für euch. Dann bleibt eben bei Red Bull. Ist ja so unehrlich nun auch wieder nicht, für einen Nachrichtensender. Gutes Gelingen – Peace!

Nachschiebsel – Wer hat denn da bei euch fix durchgeklingelt? Na, wer war’s? Hallo?

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(Screenshot: O.M.)

“Zaubrer wissen ihre Zeit“ (William Shakespeare). Tja, Zaubrer …

So inferior kann man es auch versemmeln. Als Nachrichtensender. Und tschüss.

MedienScreen # 119 [It’s derby-time? For real?]

[Fundstück] Ralf Rangnick vor dem DFB-Pokalspiel Dynamo Dresden vs. RasenBallsport Leipzig, zitiert in Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 19. August 2016 –

“Wenn die beiden größten Städte Sachsens, die nur eine Autostunde trennt, gegeneinander spielen, und beide zuletzt auch noch aufgestiegen sind, dann würde es wahrscheinlich weltweit als Derby bezeichnet.“

– Nachschiebsel vom 20. August –

(…) “Von einem Ostderby sind wir ein ganzes Stück entfernt, da gehört ein bisschen mehr dazu als nur die räumliche Nähe“, sagte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge dem “Kicker“ (…) [n-tv.de, 20. August 2016]

MedienScreen # 118 [RasenBallsport Leipzig. Check? Check!]

[Fundstück] Ullrich Kroemer, “Der Bundesliga-Check: RB Leipzig – Fußballspektakel gegen die Abneigung“, n-tv.de, 8. August 2016 –

Sorgt Bundesliga-Debütant RB Leipzig für den Untergang des Fußballs? Nun ja, höchstens am Traditionalisten-Stammtisch. Der Klub ist streitbar, bereichert das Oberhaus aber auch in vielerlei Hinsicht. Nur nicht musikalisch (…)

(…) Nirgendwo steht geschrieben, dass nur Vereine in der Bundesliga spielen dürfen, die schon Turnvater Jahn kannte und die für Mitgliederversammlungen den größten Saal der Stadt mieten müssen. Leipzigs Sprint von der fünften in die Bundesliga muss man nicht gut finden und bietet jede Menge Diskussionsstoff (…)

(…) “Uns bleibt, konsequent unseren Weg zu gehen und möglichst attraktiven Fußball zu spielen, bei dem auch Fans anderer Klubs sagen: Hey, nicht so schlecht, was die spielen.“ [Ralf Rangnick] (…) Weniger Genuss verspricht die neue, von Prinzen-Sänger und Vorzeige-Leipziger Sebastian Krumbiegel komponierte und gesungene Vereinshymne. Erste Strophe: “Meine Stadt ist meine Lieblingsstadt.“ Das genügt eigentlich schon (…)

Neben jahrzehntelanger Tradition, einer vernünftigen Vereinshymne und Mitgliedermitbestimmung fehlen bei RB Leipzig übrigens auch verklärte Vereinslegenden mit Ratschlägen von anno dunnemals, Grabenkämpfe in den Vereinsgremien sowie gewaltbereite und diskriminierende Fangruppierungen. Fehlende Tradition kann bisweilen herrlich erfrischend sein (…)