Uckermark. Und die weibliche Schönheit bei n-tv als solche.

Werte Kolleginnen und Kollegen von nt-tv Der Nachrichtensender, sollten wir reden?

Aber worüber?

Dass eure Praktikantin oder euer Praktikant, wer wohl sonst, die Headline unterdessen mit einem Fragezeichen verschlimmbessert hat?

Ach, ab in den Urlaub mit euch, wohin auch immer. Und achtet weiter schön auf die Kühe in der Landschaft, die euch ja unterirdisch – und gar nicht etwa vordergründig sexistisch – durch den Kopf zu geistern scheinen …

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(n-tv, Screenshot: O.M.)

MedienScreen # 79 [Fremder Sexismus?]

[Fundstück] Johanna Braun, “Die Angst vor fremden Männern“, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 28. Januar 2016 –

(…) Bei sexuellen Übergriffen geht es um Macht. Männer belästigen keine Frauen, weil sie Muslime sind oder Araber oder Flüchtlinge. Sie belästigen sie, weil sie sich machtlos fühlen und jemanden demütigen wollen. Das soll keine Entschuldigung für die Täter sein. Es gibt genug Menschen in schwierigen Situationen, die sich nicht dermaßen danebenbenehmen (…)

MedienScreen # 73 [Fischer im Recht. Kleiner Zwischenruf zum Thema “Sexmob“]

[Fundstück] Thomas Fischer, “Unser Sexmob – Deutschland bekämpft wieder jemanden: Männer, die Frauen belästigen. Die kann der Deutsche nicht ausstehen. Da kennt er keine Parteien mehr.“, Zeit Online, 12. Januar 2016 –

(…) “Pegida“ demonstriert für die deutsche Frau! O wie fürchterlich! In solchen Zeiten der Not kennt der deutsche Sozialdemokrat nichts, da greift er zum letzten Mittel: Er tut einfach, was Pegida will (…)

Der Tanz folgt einer verschlungenen, entrückten Choreografie: Wir haben in unserem Land einige Hunderttausend sehr schlecht in die Gesellschaft integrierte junge Männer. 90 Prozent davon sind Deutsche, 10 Prozent Ausländer. Um die meisten von ihnen kümmert sich, außer ein paar als “Gutmenschen“ verhöhnte Sozialarbeiter und die Arbeitslosenverwaltung, kein Mensch (…)

Wir haben in diesem Land übrigens auch einen Sexmob. Er beherrscht weite Teile unserer Lebenswirklichkeit. Seine mächtigsten Organisatoren wohnen in sogenannten Redaktionen von Deutschlands allerbeliebtesten Massenblättern und Fernsehsendern. Eine Woche “Frau“ in den Mehrheitsmedien: Wer da als Nordafrikaner nicht verrückt wird, kann kein Muslim sein.

Straftaten geschehen. Drei Millionen jährlich in Deutschland. 150 am Kölner Hauptbahnhof am 31. Dezember 2015. Sie werden von Inländern, Ausländern, Arabern und Nordafrikanern begangen. Manche vorwiegend von Inländern (Steuerhinterziehung). Manche vorwiegend von Ausländern (Illegale Einreise). Manche geschlechtsspezifisch (Körperverletzung), manche gelegenheitsspezifisch (Betrug). Sie alle sind zu verfolgen und gegebenenfalls zu bestrafen. Nicht “mit der ganzen Härte“, und nicht “energisch“ und nicht “unnachgiebig“. Sondern so, wie wir zivilisierten Rheinländer es gelernt haben: jeder Einzelfall nach seiner Verantwortung. Die Behauptung, Asylbewerber (oder Flüchtlinge) oder Ausländer müssten besonders gnadenlos bestraft werden, ist dumm und ohne jede Rechtsgrundlage (…)

Was derzeit an “Opferschutz“-Parolen aus den Lautsprechern quillt, ist nicht mehr als eine Instrumentalisierung, die das Mindestmaß an intellektueller Redlichkeit unterschreitet (…)

Dresdner Morgenpost: Live aus Connewitz?

Dürftig bemäntelte Bild-Sprache? Mehr oder weniger? Journalistische Sicht auf nackte Tatsachen? Investigative Absicht? Oder lediglich Ungeschick beziehungsweise technisches Unvermögen bei MOPO24?

Wenn die Sache als solche einen Tag nach den Leipziger Allerlei-Ansagen nicht so ernst wäre …

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(Symbol-Tweet? For What? – mopo24.de, 12. Januar 2016 – Momento-Screenshot: O.M.)