Schlagwort-Archiv: DER SPIEGEL

MedienScreen # 268 [Kulinarisch kulturelle Kulturlandschaften]

[Fundstück] Alexander Osang, “High Noon am Strand“, DER SPIEGEL, 30. Januar 2021 –

(…) Jeden Morgen lese ich, noch im Bett, in einem speziellen Corona-Newsletter, wie es Künstlern so geht, ohne Publikum, was sie machen, was sie lesen, fernsehen, worüber sie lachen, was sie kochen. Die meisten Kulturschaffenden leben anscheinend vegan. Niemand isst ein Spiegelei zum Frühstück, von Speck will ich gar nicht reden. Die Schlemmer unter den Autoren, Malern, Schauspielern und Musikern essen Porridge mit einem Schuss Hafermilch. Ich frage mich, was das alles mit der deutschen Kunst macht. Um munter zu werden, lese ich anschließend ein paar Kolumnen von Harry Rowohlt, der auf öffentlichen Lesungen rauchte und Whisky trank. Er sah nicht so gesund aus und ist auch schon tot. Seine Texte aber sind sehr lebendig.

Ein klassisches Rowohlt-Zitat lautet: “Freiheit ist, wenn man sich morgens fragt, was man wohl tun wird, Zwang ist, wenn man es weiß.“ (…)

MedienScreen # 261 [Unmaskiert sächsische Äquivalenz. Logisch?]

[Fundstück] Markus Feldenkirchen, “Sächsische Parallelwelt“, DER SPIEGEL, 14. November 2020 –

(…) Vielleicht geht es in Sachsen gar nicht darum, ob Auflagen und Gesetze gebrochen werden. Sondern darum, wer sie bricht. Und vielleicht ist das der Trick: Um in Sachsen auch künftig ungestört demonstrieren zu dürfen, sollte man einfach ein paar Neonazis mitbringen – und die Maske daheim lassen.

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“… Ich hab’s gefressen von Silberlöffeln und mit Dreck …“ [’In ein paar Jahren’, Broilers, 2011]

MedienScreen # 254 [The modern artificial Football]

[Fundstück] Rui Pinto, zitiert in DER SPIEGEL, 29. August 2020 –

Für Fußball braucht man doch Fans, echte Stimmung, nicht diese Plastikatmosphäre, in der Geld alles dominiert.

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MedienScreen # 237 [Football Business. On and on?]

[Fundstück] Rui Pinto, interviewt in DER SPIEGEL, 21. Dezember 2019 –

(…) Es ist seit Jahren immer die gleiche Scheiße. Es geht einfach weiter. Solange die Lieblingsmannschaft gewinnt, ist den Leuten alles andere egal – selbst wenn sie von Fehlverhalten und Verbrechen wissen. Dagegen komme ich nicht an. Fußball ist unantastbar. Und die Behörden schützen die Branche, weil sie von so großem öffentlichen Interesse ist (…)

(…) Es stimmt, dass ich das Gesicht des Projekts [Football Leaks] war. Aber wir werden sehen, was in der nahen Zukunft geschieht (…)

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(Foto: Wanderers Bremen Online, März 2019)

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