Archiv der Kategorie: SkyViews

Horst Mempel – Biwakierend im Himmel

Es gibt Erinnerungen – und Erinnerungen. Und es gab ihn, Horst Mempel. Nicht gerade unauffällig, aber so war er halt, in der Erinnerung, bis letztens – und darüber hinaus …

(Sächsische Zeitung, 20. August 2022 – Faksimile: O.M.)

“… Horst wird das Ganze aufmerksam auf Wolke 27 beobachten …“ [Kerstin Mempel, interviewt in Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 6. September 2022]

Und BIWAK – Berge. Menschen. Abenteuer [MDR.DE] schweigt derweil offenbar wohlfein still – mempelenisch gesehen, irgendwie. Über allen erklommenen Gipfeln scheint Ruh’.

Thorsten Kutschke, übernimmst du – allein einiger alten Zeiten wegen …?

– Nachschiebsel –

(…) Als die Gäste am Ende Rosenblätter zu Tal warfen, grollt der Himmel. Keine Frage, Horst Mempel empfände dies als perfekte Pointe (…) [Jochen Mayer, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 10. September 2022]

Dixie. Hans-Jürgen. Nicht Franz.

Nun bemühen unzählig Nachrufende, wieder, den Vergleich. Viele von jenen – sowie andere ebenso – haben ihn nie erlebt. Auf dem Rasen. Auf der Stadiontribüne. Sei’s drum. Er war er selbst. Immer.  Nicht irgendwer anderes. Ungleichartig.

(Screenshot Twitter: O.M.)

* Hans-Jürgen “Dixie“ Dörner, 25. Januar 1951 – 19. Januar 2022 *

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Notabene – Des Skribenten [OM] erste ’optische Begegnung’ mit “Dixie“ datiert, so erinnerlich, auf den 12. April 1975 im Rudolf-Harbig-Stadion (RHS).

Michael Gwisdek nicht mehr unter uns

Without further words –

“Na, ich weiß ja auch nicht, was die Genossen da wieder, also …“ [Michael Gwisdek als Schuldirektor Klapprath im Film Good Bye, Lenin!, 2003]

Ein Großer, Michael Gwisdek, jetzt im Künstler-Himmel – oder wo auch immer. Möge es ihm leicht sein …

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“Ich bin strikt dagegen, mein komplettes Leben infrage zu stellen. Die Mauer wurde gebaut, ich war 19. Die Mauer fiel, ich war 50. In dieser Zeit habe ich alles erlebt, was man erleben kann: Ich hatte meine erste eigene Wohnung, meine erste große Liebe, meinen ersten Sex, ich war das erste Mal sturzbesoffen, das erste Mal von zu Hause weg, hatte den ersten Beruf. Und alles habe ich bewusst erlebt. Ich habe sehr wohl nicht den ganzen Tag in der Ecke meines Zimmers gesessen und gewartet, bis es klopft oder habe mir immer bewusst gemacht, dass ich eingemauert bin. Ich habe gelebt. Punkt.“ [Nachrufend zitiert in Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 24. September 2020]