Kategoriearchiv: FoundPieces

MedienScreen # 376 [Tech-Life is also Life]

[Fundstück] Sylvie Gühmann, “Das Grauen an der Kühltheke“, DER SPIEGEL, 10. Juli 2026 –

(…) Die Menschheit fliegt zum Mond. Die Menschheit hat künstliche Intelligenz erschaffen, eine, die droht, uns auszulöschen. Die Menschheit braucht trotzdem Klopapier (…)

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MedienScreen # 375 [Kein Bierfrieden mit Klopp]

[Fundstück] Hans-Jörg Schmidt, Kolumne “Post aus Prag“, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 27. Juli 2026 –

(…) ich habe auch Verständnis, dass [Jürgen Klopp] “Kloppo“ sich zu seinem schmalen Salär bei Red Bull ein paar Euro als Werbe-Ikone dazuverdienen wollte. Aber als “Ex-Dortmunder“ sollte er wissen, wie richtiges Bier schmeckt – keinesfalls so wie Budweiser aus den USA, das er bei der WM in jeder Pause bewarb und von dem er glücklicherweise nur nippte.

Gut, dass diese Werbespots nicht auch im tschechischen Fernsehen liefen. Bei den Tschechen wäre er da für immer “unten durch“ gewesen.

US-Amerikaner und Tschechen liegen bekanntlich seit Jahrzehnten im Clinch über die Markenrechte für Budweiser und Budvar. Kurz gesagt: Die Amis verstehen von Bier so viel wie Donald Trump von Roten Karten bei Fußball (…)

MedienScreen # 374 [Völkisches Volk als solches]

[Fundstück] Ilko-Sascha Kowalczuk, Interview @ n-tv.de, 11. Juli 2026 –

(…) Ich habe mal in einem Interview mit der taz gesagt: Wer Nazis wählt, ist ein Nazi. Darüber haben sich Krawattenträger aus der “bürgerlichen Mitte“ wahnsinnig aufgeregt. Ich würde die Aufregung verstehen, wenn es um den konkreten Begriff gegangen wäre. Denn die AfD besteht mehrheitlich nicht aus Nazis, sondern es sind mehrheitlich Faschisten. Das war inhaltlich nicht korrekt. Aber ich nehme die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes offenbar ernster als viele andere. Wer sein Wahlrecht wahrnimmt, dem unterstelle ich, dass er weiß, was er tut. Die politische DNA der AfD und ihrer Wählerschaft ist der Rassismus – das ist es, was den Laden zusammenhält (…)

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MedienScreen # 372 [Eastside?]

[Fundstück] Thomas Zenker (Oberbürgermeister Zittau, parteilos), zitiert in DER SPIEGEL, 5. Juni 2026 –

(…) Ich bin es langsam leid. Ich bin es wirklich leid, für die ostdeutsche Seele immer Verständnis zu haben. Selbst wenn man noch so sehr von Umbrüchen betroffen ist, muss man es doch schaffen, sich von Rassismus, Chauvinismus, Osttümelei, oder schlicht Dummheit abzugrenzen. Ich finde, das kann man einfach verlangen. Permanent mit Verständnis um sich zu werfen, was bringt das? Wir leben hier in einem Landkreis, der mit seiner Lage an zwei Grenzen stark von europäischen Projekten abhängig ist. Und dann wählen über 40 Prozent der Leute bei der Europawahl die AfD. Eine Partei, die explizit antieuropäisch ist. Warum soll ich dafür irgendein Verständnis haben? (…)