Schlagwort-Archive: COVID-19

MedienScreen # 277 [Modern Football never comes back home?]

[Fundstück] “Warum Fans die kalte Schulter zeigen“, Frank Hellmann, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 24. August 2021 –

(…) Der organisierten Fanszene geht es auch um eine unterschwellige Protesthaltung, die sich aus den Fehlentwicklungen in der Corona-Krise speist. Der KOS-Vertreter Gabriel erläutert: “Es ist eine weit verbreitete Enttäuschung spürbar, dass aus den Ankündigungen, der Fußball würde demütiger, nichts übrig geblieben zu sein scheint.“ (…)

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MedienScreen # 273 [Happy Springtime (War Is Over?)]

[Fundstück] Alexander Osang, “Showdown“, DER SPIEGEL, 27. März 2021 –

(…) stieg ich auf den Mont Klamott, einen Trümmerberg in der Mitte Berlins. Auf der Spitze saßen Leute auf den besprayten Bunkerresten und sahen Richtung Westen, wo die Sonne über einer Skyline unterging, vor der amerikanische Kalter-Krieg-Filme gedreht werden könnten. Sie tranken Wegebiere, rauchten, in ihren Augen leuchtete das Abendrot. Es roch nach Weed. In meinem Kopf sang die unsterbliche Tamara Danz: “Auf dem Dach von Berlin, sind die Wiesen so grün.“ Es wurde Frühling, dachte ich. Der Krieg war vorbei (…)

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[Mont Klamott, Silly (1983) @ YouTube.com]

MedienScreen # 271 [U-COVID-19. Fußballernd blinder Überflug]

[Fundstück] Markus Feldenkirchen, “Schuss nicht gehört“, DER SPIEGEL, 13. Februar 2021 –

(…) Manche Verantwortliche des Profifußballs würden bei der Frage nach Demut und Verantwortung wahrscheinlich auf ein Sturmduo der dritten Liga tippen. Vorbilder sind sie bestenfalls im trickreichen Umgang mit Regeln, die ihren guten Grund haben und für alle gelten sollten (…)

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MedienScreen # 268 [Kulinarisch kulturelle Kulturlandschaften]

[Fundstück] Alexander Osang, “High Noon am Strand“, DER SPIEGEL, 30. Januar 2021 –

(…) Jeden Morgen lese ich, noch im Bett, in einem speziellen Corona-Newsletter, wie es Künstlern so geht, ohne Publikum, was sie machen, was sie lesen, fernsehen, worüber sie lachen, was sie kochen. Die meisten Kulturschaffenden leben anscheinend vegan. Niemand isst ein Spiegelei zum Frühstück, von Speck will ich gar nicht reden. Die Schlemmer unter den Autoren, Malern, Schauspielern und Musikern essen Porridge mit einem Schuss Hafermilch. Ich frage mich, was das alles mit der deutschen Kunst macht. Um munter zu werden, lese ich anschließend ein paar Kolumnen von Harry Rowohlt, der auf öffentlichen Lesungen rauchte und Whisky trank. Er sah nicht so gesund aus und ist auch schon tot. Seine Texte aber sind sehr lebendig.

Ein klassisches Rowohlt-Zitat lautet: “Freiheit ist, wenn man sich morgens fragt, was man wohl tun wird, Zwang ist, wenn man es weiß.“ (…)