Schlagwort-Archiv: Bündnis 90/Die Grünen

MedienScreen # 360 [(Bündnis)Grüne Untiefen]

(Screenshot TwitterX: O.M.)

***

[Fundstück] “Grüner Sozialismus: Enterben für Anfänger“, politplatschquatsch.com, 1. Dezember 2025 –

(…) “Was für eine schaurige Ästhetik“, klagt eine der Mitgründerinnen entsetzt. “Schwarz dominiert, darauf grüne Lichter wie Krawatten auf Anzug“ bemängelt Jutta Ditfurth beim Blick auf die Bilder der Inszenierung des Parteitages, der die Grünen zurückführen soll zu einer realistischen Machtperspektive. “Die Vorsitzende trug olivgrün-schwarz“, ätzt die frühere Führerin der Parteilinken. Sie habe zudem betende Damen gesehen, die die Rede eines bleichen Vorsitzenden zu fürchten schienen, “zwischen dessen Pult und die Delegierten ein Wassergraben“ passe.

Es sollte das große Comeback sein, weiter ohne Inhalt, aber als Zeichen unübersehbar (…)

Die Grünen, das hat der Parteitag in Niedersachsen gezeigt, wären überall dabei, wenn es dem Ziel nützlich ist, sich aus dem Loch an Depression herauszuwühlen, in das die noch 2021 so siegesgewisse Partei durch die vielen jähen Wendungen  überall auf der Welt gestürzt worden ist. 65 Jahre nach ihrer Gründung steht die so lange jüngste und erfolgreichste Partei der Bundesrepublik vor dem Abgrund: Es fehlt ihr nicht nur an überzeugenden Führungspersönlichkeiten, es ihr fehlt auch an Visionen, an Glaubwürdigkeit und Konzepten (…)

Getreu der Marx’schen Devise, dass jede Partei angesichts der Aussicht auf 20 Prozent Stimmenzuwachs lebhaft wird, bei 50 Prozent positiv waghalsig, bei 100 Prozent alle menschlichen Gesetze unter ihren Fuß stampfe und bei 300 Prozent kein Verbrechen existiere, das sie “nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens“, flunkerten die Redner*innen um die Wette (…)

Nur noch ein paar krachende Niederlagen, und die grüne Partei ist bereit für Eingriffe, für die es nur “breite Akzeptanz gibt, wenn das Elend groß ist“.

[Mit Dank & Gruß an PPQ und dortselbst im vollständigen Original.]

***

(weltwoche.de, 30. November 2025 – Screenshot: O.M.)

***

(Screenshot Bluesky: O.M.)

***

***

Notabene – Der Zitator  [OM] ist, als damals amtierender Stadtrat in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sowie Regionalbüroleiter einer Bundestagsabgeordneten, – einen Tag nach dem Bielefelder ’Kriegsparteitag’ 1999 – einst aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten.

MedienScreen # 355 [(Salon)Grüne kennen kein Vergeben und Vergessen]

[Fundstück] “Ferner Osten: Grüner Aufbruch ins Unbekannte“, politplatschquatsch.com, 18. Juli 2025 –

(…) Die Grünen haben den Ostdeutschen nie verziehen, dass sie damals nicht vom Wetter reden wollten (…)

(…) die Partei, die ihr ostdeutsches Bündnis-90-Erbe längst im Keller der Parteizentrale am Platz vor dem Neuen Tor entsorgt hat[…] (…)

Die neue Strategie ist dreigliedrig: Zerknirschung. Reue. Abschwören. Zerknirschung soll signalisieren, dass die Grünen ihre Fehler erkannt haben. Reue zeigt, dass Einsicht da ist. Und Abschwören sichert Umdenken zu (…)

(…) Die Grünen fühlen sich missverstanden, sie wollen ihre Politik keineswegs ändern, sondern besser erklären, damit auch die eher ungebildeten Ostdeutschen verstehen, dass grüne Edelthemen (…) Begeisterung auslösen müssen.

[Mit Dank & Gruß an PPQ und dortselbst im vollständigen Original.]

***

***

Notabene – Der Zitator  [OM] ist, als damals amtierender Stadtrat in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sowie Regionalbüroleiter einer Bundestagsabgeordneten, – einen Tag nach dem Bielefelder ’Kriegsparteitag’ 1999 – einst aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten.

OliveGreen aged

Einst galt das gesprochene Wort. Später erlangten auch abgedruckte Buchstaben zu gewisser Bedeutung.

… Lesen kann bilden. Auch und gerade in gedruckten Büchern. You remember?

Nachträglich wiederholt blätternd beispielsweise in “Abschied von den Grünen“ [Peter Borgwardt, Verlag Neuer Weg, 1988], oder in “Die Grünen. Verstaatlichung einer Partei“ [Paul Tiefenbach, PapyRossa Verlag, 1998], oder in “Wir sind die Wahnsinnigen – Joschka Fischer und seine Gang“ [Christian Schmidt, Econ Verlag, 1998], oder in “Nie wieder Krieg ohne uns – Das Kosovo und die neue deutsche Geopolitik. Mit einem unfreiwilligen Vorwort von Joschka Fischer“ [Jürgen Elsässer (Hg.), Konkret Literatur Verlag, 1999], oder gar in “Chefarzt Dr. Fischer im Wechselbad der Gefühle – Ein Politpornothriller“ [Michael Rudolf, Verlag Klaus Bittermann, 2000].

Lange her? Wie gesagt, lesen bildet … [MeyView.com, 5. Juni 2019]

Und irgendwann weit hernach, wie durch Zufall – allerdings lediglich virtuell – dann fast irgendwie nahtlos weiter lesend …

(…) Dass er kräftig zuschlagen kann, hat der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer schon als junger Mann beweisen. Mit seiner Putztruppe arbeitet der spätere Chef der Grünen damals handfest wie später so viele engagierte progressive junge Leute daran, das Böse aus der Welt zu prügeln. Nach außen hin Pazifist und vielleicht sogar Wehrdienstverweigerer, genauere Angaben wollte der Politiker dazu nie machen, blieb sich Fischer ein Leben lang treu.

Gewalt? Besser nie, aber doch! Als er ein “neues Auschwitz““ auf dem Balkan verhindern konnte, war Fischer dafür, die Bundeswehr einzusetzen. Eigens als Begründung dafür, zum ersten Mal seit 1945 wieder deutsche Truppen ins Ausland schicken zu können, entwickelte Fischer den Hufeisenplan, über den nie genauere Informationen in die Öffentlichkeit gelangten. Eine historische Zäsur, die Deutschland zurückbrachte auf die Weltbühne der globalen Konflikte (…)

Und der deutsche Soldat als solcher [muss] wieder kriegstüchtig werden: Hochmotiviert soll er die hochmodernen Waffen führen, die mit den 600 Milliarden Sondervermögen gekauft werden. Ein Abschreckungsbeamter in Uniform, der von Litauen bis Lwiwdemfrüherenlemberg als menschlicher Schutzschild auf Wacht steht, um die Reiche der Menschen vor den Gefahren östlich der Mauer zu schützen (…)

Es sind (…) vor allem die, denen keine Uniform mehr passt, die kein Hehl daraus machen, dass es so nicht weitergehen kann. Die, die früher selbst von übergriffigen Staaten in Ost und West ins Ehrenkleid gepresst worden waren, sehen nicht ein, dass es den Jungen heute besser gehen soll. Ältere Herren sind ganz begeistert von der Aussicht, endlich wieder ein deutsches Massenheer kommandieren zu dürfen (…)

Je höher die Wahrscheinlichkeit, dass einer nicht selbst in den Schützengraben muss, desto größer die Entschlossenheit, die Werte des Westens auch mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Auch der frühere Grünen-Chef und Bundesaußenminister Joschka Fischer hat sich jetzt für eine Rückkehr der Wehrpflicht ausgesprochen. Sein früheres Nein zu einer Wehrpflicht sei “eindeutig“ ein Fehler gewesen (…)

Auch Frauen, so Fischer, müssten Waffendienst leisten. “Entweder wir haben die Gleichstellung, oder wir haben sie nicht“ (…)

(…) “Für die eigene Freiheit muss man einstehen. Wenn es darauf ankommt, auch kämpfen“, findet Fischer, der mit “man“ allerdings nicht sich selbst meint. Fischer, vom Diplomaten zum Chef der Joschka Fischer & Company umgeschult, sieht, dass das größte Aufrüstungsprogramm seit den Zeiten des Kalten Krieges ein leeres Versprechen bleibt, wenn niemand da ist, der die vielen neuen Waffen bedient (…)

(’Es sind die alten Männer, die in Anbetracht neuer Bedrohungen nach einer Rückkehr zur Wehrpflicht rufen.’ – PPQ)

[(“Kriegslüsterne Senioren: Ein Aufstand alter Männer“, politplatschquatsch.com, 10. Juni 2025) ~ Mit Dank & Gruß an PPQ – und dortselbst im vollständigen Original.]

***

***

Notabene – Der Betrachter der Szenerie [OM] ist, als damals amtierender Stadtrat in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sowie Regionalbüroleiter einer Bundestagsabgeordneten, – einen Tag nach dem Bielefelder ’Kriegsparteitag’ 1999 – einst aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten.

MedienScreen # 351 [Legendäre Grüne. OlivGrüne Transformation.]

[Fundstück] “Friedensbewegung: Sag mir, wo die Panzer sind“, politplatschquatsch.com, 20. April 2025 –

(…) Würde ein Grüner heute Petra Kelly zitieren, klänge deren 44 Jahre alter Satz “Wir wollen aus diesem waffenstarrenden, weltumspannenden Irrenhaus ausbrechen. Wir wollen kein Feindbild, wir wollen nicht das Fußvolk einer Raketenpartei sein“ wie der Aufruf zum Austritt aus der einstigen Öko- und Friedenspartei (…)

[Mit Dank & Gruß an PPQ und dortselbst im vollständigen Original.]

***

***

Notabene – Der Zitator [OM] ist, als damals amtierender Stadtrat in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sowie Regionalbüroleiter einer Bundestagsabgeordneten, – einen Tag nach dem Bielefelder ’Kriegsparteitag’ 1999 – einst aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten.

Wer schon zählt noch die olivgrüne Zeit?

Denn so steht aktuell geschrieben –

“… Die Grünen wurden binnen Stunden Flecktarngrün …“ [politplatschquatsch.com, 24. März 2025].

Was gelten da kurzzeitige Stunden – wenn es doch Tage, Wochen, Monate, Jahre, fast schon Jahrzehnte gab?

Kameradschaft ’90/Die Grünen – diese Titulierung geisterte unlängst flecktarn coloriert durch virtuelle Welten. Politische Geschichte als digital herbei gebastelte Realsatire? Alles dereinst nur geträumt?

“Der Traum ist aus“
[Ton Steine Scherben (1972)]

The Times They Are a-Changin’.

***

***

Notabene – Der Betrachter der Szenerie [OM] ist, als damals amtierender Stadtrat in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sowie Regionalbüroleiter einer Bundestagsabgeordneten, – einen Tag nach dem Bielefelder ’Kriegsparteitag’ 1999 – einst aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten.