Schlagwort-Archiv: DER SPIEGEL

MedienScreen # 142 [Red Bull Leipzig. Tausendmal. Plus Eins.]

[Fundstück] Markus Feldenkirchen, “RB Leipzig: Dummdreist siegt“, DER SPIEGEL, 26. November 2016 –

(…) Allein die Existenz von RB Leipzig ist eine Unverschämtheit, sie verstößt gegen jedes Gerechtigkeitsempfinden. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hätte diese Mogelpackung niemals zulassen dürfen (…)

RB Leipzig (…) ist der erste Verein, der gleich vom Sponsor entwickelt und gegründet wurde – als reine Marketingmaßnahme. Man kann zig Verharmlosungen für diesen Umstand bemühen – sie sind alle verlogen (…)

Was wirklich aufregt, ist die Dummdreistigkeit rund um dieses Konstrukt. Und derer, die es zugelassen haben, weil sie sich Profite davon versprachen (…)

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MedienScreen # 139 [Schimi. You remember?]

[Fundstück] Cordt Schnibben, “Wo waren Sie um 20.15 Uhr? – Auf 1000 ’Tatorte’ hat es die erfolgreichste Sendung des deutschen Fernsehens gebracht, seit 46 Jahren erledigen die Kommissare sonntags Mörder. Und erzählen von einem Land, in dem das Verbrechen blüht und der Staat verzweifelt.“, DER SPIEGEL, 5. November 2016 –

(…) Zum Robin Hood der Kommissare wurde Horst Schimanski alias Götz George, Arbeitersohn aus Duisburg, Beschützer der Schwachen, Jäger der Mächtigen, einer, der mehr Anarchist ist als Polizist. Schimanski brach mit allen Regeln, nach denen fast alle Kommissare vor ihm ermittelt hatten. Die halbe Nation diskutierte am Tag nach seinem ersten Auftritt in “Duisburg-Ruhrort“: Darf es einen solchen Polizisten geben in Deutschland?

Horst Schimanski war antiautoritär, er war der Traumkommissar der Achtundsechziger in den Rundfunkanstalten, wenn schon Polizist, dann so einer (…)

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[Heroes Of The 80s, YouTube.com, 28. Juni 2016]

MedienScreen # 127 [He’s a legend?]

[Fundstück] “Mensch gegen Maschine“, DER SPIEGEL, 3. September 2016 –

(…) Kollege Roboter ist zum ernsthaften Konkurrenten avanciert. Die Technik macht bislang Unvorstellbares möglich, allerdings stößt sie zuweilen auch an Grenzen. Es gilt das alte Gesetz der Robotik: Was Maschinen mühelos erledigen, bereitet Menschen Probleme. Was aber Menschen leichtfällt, stellt wiederum Maschinen vor Schwierigkeiten. Bis selbst der intelligenteste Roboter ein Handtuch gefaltet hat, vergeht eine kleine Ewigkeit (…)

Ein Roboter könnte Sterbenden zwar ohne Mühe Tag und Nacht Zuspruch geben. Und dennoch würde jeder, der noch einen Funken Leben in sich spürt, die Berührung einer Hand bevorzugen. Dann spielt technische Leistung keine Rolle mehr, es zählt nur noch die Menschlichkeit.