Die aktuelle Entwicklung in den letzten Stunden des gegenwärtigen Hochwassergeschehens schien bereits augenscheinlich auch darauf hinaus zu laufen, “dass der Stadtteil Laubegast wieder eine Insel wird – im Griff der Elbe, des Lockwitzbaches und des sich flussabwärts anschließenden Alten Elbarmes“. Kurz vor 10:30 Uhr erfolgten dann am 5. Juni Lautsprecherdurchsagen, dass Laubegast evakuiert wird.
“(…) Der Katastrophenstab der Landeshauptstadt hat entschieden, ab 11 Uhr eine freiwillige Evakuierung des Stadtteils Laubegast anzubieten (…)“ [hessen-tageblatt.com]
Und so ist Laubegast seit dem 5. Juni 2013 nunmehr erneut eine Insel – “Am Vormittag wurde mit der Leubener Straße die letzte Verbindung zum ’Festland’ überspült“ [dnn-online.de].
Unterdessen ist es in weiten Teilen von Laubegast mehr und mehr still, nur unterbrochen von gelegentlich kreisenden Hubschraubern, die Sonne scheint … Der Elbe-Pegel an der Dresdner Augustus-Brücke wurde am 5. Juni um 16 Uhr mit 8,54 Metern registriert.
Nachfolgend werden exklusiv einige Impressionen von der momentanen ’Insel Dresden-Laubegast’ dokumentiert –
“(…) Die Elbe hat am Donnerstagmittag in Dresden wohl ihren Höchststand erreicht – bei 8,76 Metern um 12 Uhr. ’Wir sind schon im Scheitelbereich, der Wert ist seit zwei Stunden gleichbleibend’, sagte ein Sprecher des Landeshochwasserzentrums (…) Die Hydrologen wiesen erneut darauf hin, dass das Wasser nicht schnell abfließen und das hohe Niveau die kommenden Tage halten wird (…)“ [n24.de, 6. Juni, 12:32]
Wie bei Aktuelle Meldungen aus dem Rathaus angegeben und vorort ersichtlich, ist in Dresden die Leubener Straße, jedenfalls bis Kärtner Weg, bereits seit geraumer Zeit nunmehr auch für den privaten Fahrzeugverkehr wie gehabt durchgängig passierbar – Laubegast also wieder mit dem ’Festland’ verbunden 🙂
[Dieser Beitrag wurde – zuerst ohne Updates – am 5. Juni 2013 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]
Wie bereits berichtet, drohen Teile von Dresden – nach 2002 und 2006 – nun abermals in Fluten zu versinken. Beispielsweise ist zu erwarten, dass der Stadtteil Laubegast wieder eine Insel wird – im Griff der Elbe, des Lockwitzbaches und des sich flussabwärts anschließenden Alten Elbarmes (Hochwasser 2013: Insel Dresden-Laubegast?).
Aber ebenso werden aktuell auch andere Gebiete der sächsischen Landeshauptstadt mehr und mehr gleichfalls in Hochwasser-Mitleidenschaft gezogen. Der Elbe-Pegel an der Dresdner Augustus-Brücke wurde am 4. Juni um 17 Uhr mit 7,73 Metern registriert.
Und Beobachtungen zufolge wird augenscheinlich Dresden-Laubegast erneut zur Insel –
(Alttolkewitz, Mittags am 4. Juni – Foto: O.M.)(Kleinzschachwitzer Ufer, Mittags am 4. Juni – Foto: O.M.)(Kleinzschachwitzer Ufer, Mittags am 4. Juni – Foto: O.M.)
Deine Stadt braucht Dich!
Jeder weiß, was derzeit in unserer Stadt und der Umgebung los ist.
Daher die Bitte an Jeden, der heute und die kommenden Tage Zeit übrig hat, unterstützt unsere Mitmenschen beim Kampf gegen die Flut!
Wir sehen uns vor Ort!
[ultras-dynamo.de, 3. Juni]
(Alttolkewitz, Mittags am 4. Juni – Foto: O.M.)
[Dieser Beitrag wurde am 4. Juni 2013 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]
“Teile von Dresden drohen erneut in den Fluten der Elbe zu versinken. Das Umweltministerium rechnete am Montag [3. Juni] mit einem Pegel von bis zu neun Metern – das ist fast so viel wie bei der Jahrhundertflut im August 2002 (9,40 Meter). Der Stadtteil Laubegast wäre dann wieder eine Insel – von der Elbe und einem Arm des Flusses eingeschlossen“ (LVZ-Online, 3. Juni, 10:18).
Nachfolgend werden exklusiv einige mehr oder weniger aktuelle Schnappschüsse von der gegenwärtigen ’Halbinsel Dresden-Laubegast’ dokumentiert –
(Kleinzschachwitzer Ufer, Mittags am 3. Juni – Foto: O.M.)(Kleinzschachwitzer Ufer, Mittags am 3. Juni – Foto: O.M.)(Leubener Weg, Mittags am 3. Juni – Foto: O.M.)(Kleinzschachwitzer Ufer, Mittags am 3. Juni – Foto: O.M.)
Aus aktuellem Anlass nachfolgend auszugsweise reflektierend einen kleinen, in einzelnen Darstellungen und Kommentierungen durchaus divergierenden, Dokumentationsstreifzug durch den mehr als weniger offiziellen Medien-Wald rund um die Razzia gegen die Gruppierung “Faust des Ostens“ (FdO) in Dresden und der sächsisch-geografischen Umgebung – nicht ohne sich allerdings vorab eines Fremdkommentars zu bedienen; aufmerksame Leserinnen und Leser werden die zusammenhängenden Gründe sehr wohl zu erkennen wissen. [OM]
… die Tatsache, dass der Pressesprecher von Dynamo den MDR nach Anfrage darauf hinweisen muss, dass FdO von den eigenen Fans aus dem K-Block gejagt [wurde], ist ein Zeugnis , dass beim MDR kein tiefgründiger Journalismus betrieben wird … (…)
-> ce @ mdr.de | 6. Juni 2012 | 10:37 |
(An der A17 bei Dresden im Frühjahr 2012 – Foto: O.M.)
(…) Bei Ermittlungen gegen die Fangruppierung “Faust des Ostens“ bei Dynamo Dresden haben die Dresdner Polizei und die Staatsanwaltschaft am Dienstagmorgen [5. Juni] in Sachsen insgesamt 17 Wohnungen und Firmenräume durchsucht. Dabei waren rund 130 Beamte im Einsatz, teilte die Polizei mit. Sichergestellt wurden vor allem zahlreiche Computer und Datenträger sowie Pyrotechnik, Spirituosen, Anabolika und ein Teleskopschlagstock (…)
(…) Betroffen waren 13 Männer im Alter zwischen 16 und 29 Jahren und eine 25 Jahre alte Frau. Sie gelten allesamt als Mitglieder beziehungsweise Unterstützer.
“Einzelne Personen, die dieser Gruppe zugeschrieben werden, haben Stadionverbot“, teilte Dynamo-Pressesprecher Enrico Bach auf Anfrage von DNN-Online mit. Ob Dynamo konkrete Namen weiterer Anhänger übermittelt bekommt, ist offen. Die Gruppe spiele im Stadion laut Bach keine Rolle mehr. Die Fansszene habe sich selbst reguliert und klar positioniert (…)
-> lvz-online.de | 5. Juni 2012 | 19:30 |
(…) Bei der “Faust des Ostens“ handelt sich um ein Netzwerk aus der Fanszene der SG Dynamo Dresden, dessen Mitglieder zum Teil rechtsextremistisch orientiert sind. Ihm rechnen die Ermittler bis zu 200 Personen zu, dem Führungskreis sollen etwa 20 Personen angehören (…)
-> sz-online.de | 5. Juni 2012 |
(…) Dynamo-Pressesprecher Enrico Bach bestätigte auf MDR-Anfrage, dass die “Faust des Ostens“ in der Dresdner Fanszene eine Rolle gespielt hat, verwies aber darauf, dass diese Gruppierung durch die aktive Fanszene selbst aus der Fankurve verbannt wurde (…)
-> mdr.de | 5. Juni 2012 | 22:26 |
(…) Die Beamten der Landes- und Bundespolizei durchsuchten ab 4.30 Uhr bis mittags allein zwölf Wohnungen in Dresden sowie weitere in Dippoldiswalde, Döbeln, Freiberg, Triebischtal und Höckendorf (…) “Wir ermitteln bereits seit Mitte letzten Jahres“, so Oberstaatsanwalt Lorenz Haase (…) Die Ermittler werteten daraufhin Strafverfahren mit Beteiligung von Dresdner Fans bundesweit aus. Ergebnis: Die “Faust des Ostens“ steht unter Verdacht, nur dem Zweck zu dienen, Straftaten zu verüben. Dazu zählen mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Beschädigungen der Stadion-Fassaden im Juli und Oktober 2011 (…)
-> Dresdner Morgenpost | 6. Juni 2012 |
(…) Festgenommen wurde niemand. Kistenweise wurden Computer, Handys, Speichermedien, Kleidung, Schals und dergleichen beschlagnahmt. Die Polizei stellte Sturmhauben, Handschuhe und Waffen sicher – drei Schlagringe, einen Teleskopschlagstock, mehr als 100 illegale LaBomba-Böller. Außerdem fanden die Beamten eine Vielzahl Spirituosen. Mit Ladendiebstählen von Schnaps und anderem, so der Verdacht, habe sich die Gruppe zum Teil finanziert (…)
(…) Nach der Razzia beginnt nun die eigentliche Ermittlungsarbeit – die Auswertung des beschlagnahmten Materials mit dem Ziel, der Gruppe nachzuweisen, dass sie eine kriminelle Vereinigung gebildet hat (…) Unklar ist, gegen wie viele Mitglieder insgesamt nun ermittelt wird.
Erstmals fiel die “Faust des Ostens“ Anfang 2010 bei Heimspielen von Dynamo Dresden mit ihrem Transparent auf – wenige Wochen nach der ersten Dresdner Großrazzia gegen mutmaßliche Fußball-Gewalttäter namens “Hooligans Elbflorenz“ im Dezember 2009 – ein Zufall? Laut Polizei gibt es Verdächtige, die beiden Gruppen zugerechnet werden. Fünf mutmaßliche Anführer der “Hooligans Elbflorenz“ stehen bereits seit August 2011 vor dem Landgericht Dresden – wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Ein Ende des Prozesses ist noch nicht abzusehen (…)
-> Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe) | 6. Juni 2012 |
(…) Die Dynamo-Fans hatten bereits im Vorfeld gehandelt, allerdings im Geheimen. Nur Kennern der Dresdner Szene war aufgefallen, dass beim letzten Heimspiel die Fahne der Ultragruppierung “Faust des Ostens“ im Fanblock nicht mehr zu sehen war (…)
Die Ultras Dynamo, die Gruppierung, die die Dresdner Fankurve dominiert versteht sich selbst als unpolitisch. Damit das so bleibt, wurde offensichtlich die “Faust des Ostens“ vom rechten Rand ganz aus der Kurve gedrängt. Selbst die Internet-Seite von Faust des Ostens existiert nicht mehr. Was genau geschehen ist, darüber will der Capo der Ultras Dynamo eigentlich nicht reden: “Das ist Betriebsintern geklärt worden die ganze Geschichte. Mehr Auskunft kann ich dazu nicht geben. Das ist halt so, es muss auch Sachen geben, die unter Verschluss bleiben.“
(…) Die Dresdner Fanszene, die deutschlandweit ja über einen denkbar schlechten Ruf verfügt, hat also selbstständig das getan, was alle Fußballsozialpädagogen sich immer wünschen: Sie hat Initiative ergriffen und die Kurve selbst bereinigt (…)
Berlin. Der verhinderte Aufmarsch von Dresden gebiert nachträglich offenbar militante Drohgebärden aus dem rechtsextremen Milieu.
Dass der Verlauf des diesjährigen 13. Februar in rechtsextremen Strukturen und Zusammenhängen Spuren hinterlassen hat, ist unschwer zu verfolgen. Ob der für sie desaströse Tag die Szene letztendlich verunsichert oder eher zusammen geschweißt hat, bleibt allerdings abzuwarten.
Während die durchaus emotional geführten Auswertungsdiskussionen in den einschlägig bekannten rechtsextremen Internetforen langsam zu verebben scheinen, zeigt sich augenscheinlich, dass der Stachel der Blockade von Dresden – Keinen Meter gelaufen zu sein – bei einigen wohl doch viel tiefer im rechten Fleisch sitzt, als auch nur halböffentlich zugegeben. Nach ersten internen Irritationen beginnt die so genannte nationale Bewegung, nachdem es im unmittelbaren Umfeld des 13. Februar bereits beispielsweise in Gera und wiederholt in Pirna militante Aktionen gegeben hatte, offensichtlich noch offensiver zu agieren.
So wird mittlerweile beispielsweise aus Berlin berichtet, dass mehrere linke Organisationen und Aktivisten; größtenteils Unterzeichner des Blockadeaufrufs von Nazifrei! – Dresden stellt sich quer, Drohbriefe erhalten haben, in denen ein sich selbst so betitelndes “Kommando 13. Februar“ sehr andeutungsweise militant mitteilt: “… dein Leben interessiert uns brennend“. Teilweise sei den Briefen zudem ein Streichholz beigefügt gewesen, so die Nachrichtenagentur ddp. Aus offenbar ebenso rechtsextremen Zusammenhängen heraus war übrigens bereits am 14. Februar in einer anonymisierten E-Mail an redok unter anderem angekündigt worden: “Die kommenden 364 Tage werden ganz spannend“ und weiter: “was glaubt ihr denn was passiert wenn die Polizei nicht vor Ort ist ?“ (Schreibweise so im Original).
Unterdessen warnte Heinz Fromm, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, in einem Tagesspiegel-Gespräch vor einer steigenden Aggressivität der rechtsextremen Szene. So könne sich eine “Jetzt-Erst-Recht-Stimmung“ entwickeln. Der rechtsextreme Veteran Christian Worch fordert derweil nach dem diesjährigen 13. Februar in Dresden auf seiner Website weniger als mehr verklausuliert: “Also: Umdenken. Flexibler planen. Koordinierter handeln. Egoismen zurückstellen. Und sich nicht mehr wie eine Hammelherde an einem einzelnen Ort einpferchen lassen“.
[Dieser Artikel wurde am 24. Februar 2010 bei redok veröffentlicht.]
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