Schlagwort-Archiv: Sächsische Zeitung

MedienScreen # 12 [Peinliche SG Dynamo Dresden und Dixie Dörner]

[Fundstück] Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 26. Januar 2011 –

(…) “Wir möchten, dass Dixie den Verein weiter unterstützt – in welcher Form auch immer“, sagte [SGD-Aufsichtsrats-Chef] Bohn.

[Fundstück] “Dynamo-Idol Dörner bei den Schwarz-Gelben abserviert! ’Viel versprochen, nichts gehalten’“, Dresdner Morgenpost, 21. September 2011 –

(…) Er ist eines der größten Dynamo-Idole überhaupt – doch die Schwarz-Gelben wollen Hans-Jürgen Dörner nicht mehr.

“Ich bin schon sehr enttäuscht, wie die ganze Sache gelaufen ist.“ (…) die Enttäuschung in seiner Stimme ist unüberhörbar: “Mir wurden von verschiedenen Leuten oft Zusagen gemacht, die aber am Ende alle nicht eingehalten wurden.“ Auch die letzte nicht: “Dixie“ sollte als Scout arbeiten. “Doch Steffen Menze hat mir mitgeteilt, dass dafür kein Geld da sei. Die Scouting-Abteilung wurde komplett aufgelöst. Jetzt suche ich nach einem Job bei anderen Vereinen in dieser Richtung. Für den Ruhestand ist es noch zu früh, ich möchte meine Erfahrung gern einbringen.“ Und zwar aus 392 Oberliga-Spielen, 100 Einsätzen für die DDR-Nationalmannschaft und mehr als 20 Jahren als Trainer.

Seinen letzten Job bei Landesligist Radebeul, mit dem er 2009 den Aufstieg geschafft hatte, gab der einstige Weltklasse-Libero im Juni 2010 auf – weil seine Dynamos gerufen hatten. Die Idee dazu kam von Reinhard Calmund, als Berater von Matthias Maucksch leistete Dörner seinen Beitrag zum Aufstieg. Zwischenzeitlich sollte er sich mit Aufsichtsrat Thomas Dathe um die Transfers für die jetzige Saison kümmern. Mit Menzes Verpflichtung als Sportchef im Frühjahr war das nach wenigen Tagen wieder hinfällig.

Beim Laureus-Benefizspiel am 4. September bekam “Dixie“ Dörner bei der Vorstellung den lautesten Beifall der Fans. Die haben ihr Idol nicht vergessen – im Gegensatz zu den derzeitigen Dynamo-Verantwortlichen.

[Dieser Beitrag wurde am 21. September 2011 bei Ostfussball.com publiziert.]

MedienScreen # 3 [Dynamo Dresden, Wer? Wie? Was?]

[Fundstück] “Keller setzt auf das Wort unter Männern“, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 31. März 2011 –

“Wer bei Dynamo was entscheidet und unterschreibt, ist mir nicht mehr ganz klar. Entweder sind sie besonders clever oder unfähig.“ (Karl Herzog, Spieler-Berater)

[Dieser Beitrag wurde am 31. März 2011 bei Ostfussball.com publiziert.]

MedienScreen # 2 [Dresden: Glücksgas-Arena oder Stuka-Stadion?]

[Fundstück] “Sanitär-Stadion, Panzerkampf-Arena, oder was?“, Sächsische Zeitung (sz-online.de), 8. Dezember 2010 –

(…) Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“ hat Humor, jedenfalls in seiner Online-Variante. Unter der Rubrik “Spam“ haben die Macher von “spiegel.de“ eine Umfrage gestartet, die das Dresdner Stadion ins Visier nimmt. Sie greifen die Debatte um den bayerischen Sponsor auf, der den Neubau “Glücksgas-Arena“ nennen will.

“Klingt komisch“, befinden die Autoren und geben dann sieben Alternativen für ein Online-Voting vor, die es in sich haben. “Stuka-Stadion“ ist eine der martialischen Varianten. “U-Boot Typ VII B-Kampfbahn“ die zweite. Die Vorschläge unterstellen, dass Dynamo ein in Teilen recht vergangenheitsfixiertes Publikum hat. Etwa bei: “V2-Sportplatz“. Man kann es ahnen, die folgenden Vorschläge lauten: “Selbstladepistole Haenel-Schmeisser M1 1920-Spielfeld“, “Phosgen Wettkampfplatz“ sowie “Panzerkampfwagen 6 Tiger-Arena“. Als letzte Vorgabe nennt die Abstimmung: “lieber was Regionales wie: Fa.-Adrian-Schmidt-Heizung-und-Sanitär-Stadion“. Bis zum späten Dienstagnachmittag [7. Dezember] klickten fast 4.000 Nutzer bei der nicht repräsentativen Umfrage mit.

Fast jeder zweite (knapp 47 Prozent) favorisierte einen lokalen Sanitärsponsor als Namensgeber. Die kriegerischen Offerten waren weit abgeschlagen, der “V2-Sportplatz“ schaffte nicht einmal zehn Prozent. Das legt nahe: Dynamo-Fans sind besser als ihr Ruf (…)

[Dieser Beitrag wurde am 9. Dezember 2010 bei Ostfussball.com publiziert.]