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’Football Army Dresden’. Pseudo-Kriegerisch? Exempel statuieren!

Es war ein Sonntag – 14. Mai 2017, damalig item saisonal 33. Spieltag in der zweithöchsten bundesdeutschen Fußball-Liga. Die Bilder rund um die Begegnung zwischen Karlsruher SC und Dynamo Dresden sind bekannt.

Die Zeit verweht, manch anderes nicht …

(…) Von Seiten der Politik wurde deutlich, dass der Fanmarsch nicht ohne Konsequenzen bleiben dürfe (…)

Nach Bekanntwerden der Ermittlungen gegen die 28 Beschuldigten drängte sich schnell der Verdacht auf, dass hier ein Exempel statuiert werden soll. Dass die Person Stefan Lehmann von Seiten der Staatsanwaltschaft besonders hohe Aufmerksamkeit genießen würde, war dabei sehr wahrscheinlich. Denn im Vordergrund der Ermittlungen standen keine Böllerwerfer oder andere Straftäter, sondern die angeblichen Organisatoren des Fanmarschs und mit ihnen Lehmi an der Spitze. Menschen, die Polizisten verletzt hatten, konnten nicht ermittelt werden. Also mussten diejenigen herhalten, die diese Taten nach Meinung der Staatsanwaltschaft allein mit der Planung eines Fanmarschs bereits billigend in Kauf genommen hatten. Als Anführer des Marsches soll Lehmi laut Staatsanwaltschaft besonderen Einfluss gehabt haben und war somit ein sogenannter Rädelsführer. Außerdem habe er laut den Ermittlern im Vorfeld an der Planung mitgewirkt, auch wenn dafür bis heute keine Beweise vorliegen und letztlich alles auf Vermutungen der Behörden beruht (…)

In einem Verteidigergespräch in Karlsruhe zwischen Staatsanwaltschaft und einer Gruppe Anwälte, anberaumt um die Möglichkeiten eines schnellen und fairen Verfahrensabschlusses zu diskutieren, verstärkte sich der Eindruck, dass ein Urteil in diesem Fall längst gesprochen wurde und die Justiz hier ein deutliches Zeichen setzen wollte. “Unseren Anwälten wurde ganz deutlich klargemacht, dass dieses Verfahren einen hohen Stellenwert hat und insbesondere ich als Rädelsführer besondere Aufmerksamkeit genieße. Ein Freispruch? In Karlsruhe? Bei dem politischen Druck? Vergiss es!“

Mit dem Eingang des Strafbefehls kippte Lehmi dann aber gänzlich “aus den Latschen“, wie er sagt. “Man hatte sich nach dem Gespräch in Karlsruhe ja fast schon damit abgefunden, dass es nun mal so ist, wie es ist.“ Doch anders, als vorher von der Staatsanwaltschaft angekündigt, stand nun auch der Tatvorwurf der gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung gegen Polizisten im Raum. “Jeder, wirklich jeder, konnte sehen, dass ich genau das nicht gemacht hatte. Ich habe niemanden verletzt und auch niemanden dazu animiert.“ Doch genau das warf ihm die Staatsanwaltschaft nun plötzlich vor. Für Laien mag das nur ein juristisches Detail sein, welches am Strafmaß nichts ändert. Doch durch den Tatbestand der Körperverletzungen könnten nun zivilrechtliche Forderungen der Geschädigten folgen (…)

Bereits heute, also ohne Einspruch gegen das Urteil, sind bei Lehmi Anwaltskosten in Höhe von ca. 14.000 € zusammengekommen. Hinzu kommt die Geldstrafe in Höhe von 10.000 €, die in seinem Fall pauschal festgelegt wurde und sich nicht an Tagessätzen und Einkommen orientiert. Lehmi trägt damit bereits jetzt die höchsten Kosten des Verfahrens aller Personen. Nur den Verein Forza Dynamo e.V., welcher die Choreos der Fanszene finanziert, hat es mit 50.000 € noch härter erwischt (…)

Lehmi möchte den Kopf jedenfalls nicht in den Sand stecken und weiter kämpfen. Es geht jetzt für ihn darum, dass möglichst alle ohne größeren finanziellen Schaden aus der Sache herauskommen. “Wenn wir das als Sportgemeinschaft irgendwie schaffen, zeigen wir, dass wir hier in Dresden eben doch noch ein bisschen anders sind. Das wäre ein ganz starkes Zeichen.“

[Das Exempel @ soko-dynamo.org]

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(K-Block Dynamo @ Twitter, 11. Oktober 2019 – Screenshot O.M.)

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“(…) Dass der Verband all seine Anwälte einschaltete, ist verständlich. Allerdings ist es schon ein Hammer, dass drei Mit-Organisatoren der ’Football Army Dynamo’ auch wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung verurteilt wurden. Jeder, der sich die kursierenden Videos anschaute, durfte sehen, dass der ehemalige Capo Lehmi vom vorweg fahrenden Trabbi keineswegs irgendwelche Gegenstände warf oder die Masse hinter sich zu etwaigen Straftaten anheizte.

Das Urteil öffnet weitere Türen, denn solch eine ’gemeinschaftliche Körperverletzung’ könnte in Zukunft manch einen Vorsänger, Capo oder Trommler treffen, wenn aus einem Fanmarsch heraus Gegenstände auf Ordner und Polizisten geworfen werden. Sind die einzelnen Täter nicht auszumachen, sind halt die Führungskräfte der jeweiligen Fanszene dran. Dass im Fall der Dresdner nicht in Berufung gegangen wird, ist verständlich. Das Risiko, auch in weiterer Instanz zu verlieren und sich dann komplett zu verschulden, ist schlichtweg zu hoch. Die angehäufte Summe ist jetzt bereits beachtlich, und es können noch weitere Strafen hinzu kommen (…)

Nun sind nicht nur alle Anhänger der SG Dynamo Dresden, sondern sämtliche Fußballfans gefragt. Haut jeder, der etwas von aktiver Fankultur hält, einen Fünfer in die Kasse, sind die Betroffenen eine Menge Sorgen los. Es seien ja nur Sachsen und diese interessieren einen nicht? Sollen die ihre eigene Suppe auslöffeln. Jedem seine Meinung. Meine ist dies nicht! (…)

Der Marsch in Karlsruhe (nicht jeder musste solch einen martialischen Auftritt dufte finden) hatte auf jeden Fall etwas Gutes. Er stieß in Deutschland eine Welle des Protests an. Der Protest in den Fankurven wurde immer lauter, immer intensiver. Dieser Protest konnte einfach nicht mehr ignoriert werden. Es bewegte sich was, wenngleich auch nur ein bisschen. Das Zeichen in Richtung DFL und DFB war eindeutig: Überspannt nicht den Bogen, überdreht nicht die Schraube! Noch haben die Fanszenen genügend Power, um eine kraftvolle Protestbewegung auf die Beine zu stellen (…)

Was jeder nun tun kann? Eine Summe X an das Solidaritätskomitee Dynamo (Soko Dynamo) spenden. Jeder Euro kann helfen (…)“

[Krieg dem DFB?! Staat und Verband schlagen zurück! Nun sind alle Fußballfans gefragt!, Marco Bertram @ turus.net, 11. Oktober 2019]

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“58 Betroffene – Gemeint sind alle“ … und der Trabant.

(K-Block Dynamo @ Twitter, 7. Oktober 2019 – Screenshot O.M.)

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Saisonrückblick 2018/19 von Blickfang Ultra.

Das Winterschlaf haltende Murmeltier könnte symbolbildlich wohl eher für den Rezensenten treffend sein, denn es ist nunmehr bereits etwas später im mittlerweile herbstlichen Jahr. Aber nicht zu spät, einen oder mehrere Blicke auf und in dieses Druckwerk zu werfen, welches immerhin schon seit Anfang August zum Beispiel bei nofb-shop.de gelistet ist.

In’s eigentlich zusammenhangliche Wortspiel gebracht hat Mirko Otto das pelzige Nagetier in seinem letztsaisonal rückblickenden Vorwort –

“… Nach einem selten dagewesenen Endspurt, der sich eher wie ein Marathonlauf anfühlte, grüßt nun schon zum neunten Mal das Murmeltier …“

Ja, wohlwahr, der neunte BFU-Saisonrückblick, Chapeau! Eigentlich braucht’s keiner weiteren Worte, denn – wer sich nur etwas auskennt – solch ein Projekt, noch dazu in den szenetypischen Zusammenhängen, (immer wieder) zu stemmen, das heißt was.

“Vielleicht wäre es für die zuweilen nur noch selbstverliebte Old- und Next-Generation der Ultras an der Zeit, einmal kurz zu schweigen. Und szeneübergreifend die Sonnenbrillen abzusetzen sowie zumindest symbolisch das Basecup zu lüften“ [MeyView.com in: BFU-Saisonrückblick 2014/15].

Wobei Mirko Otto, was in den letzten Jahren in der Art so nicht häufig geschah, diesjährig extra hervorhebt …

“… wie sehr mich die Zusammenarbeit mit den beteiligten Gruppen geflasht hat … der Austausch war auf einer absolut kollegialen, ja fast schon herzlichen Ebene … Umso mehr möchte ich in aller Öffentlichkeit meinen Respekt und ein fettes Danke an alle beteiligten Szenen ausrichten …“ [BFU-Saisonrückblick 2018/19, Vorwort].

Es scheinen zuweilen kleine Wunder zu geschehen in Ultra-Deutschland, könnte vermutet werden. Da ist nach wie vor mehr als nur noch plakatives Leben in der Szene. Ja?

Beim BFU-Saisonrückblick bleibt’s auf alle Fälle stabil hochqualitativ – Konzept und Layout zum Vorjahr unverändert, Druckqualität wie immer bestens. Über die beitraglichen Inhalte der 34 beteiligten Ultra-Gruppierungen mag die geneigte Leserschaft selbst ’richten’.

Durch die subjektive Brille betrachtet, erscheint die aktuelle Ausgabe des BFU-Saisonrücklicks bedeutend bildlastiger als in einigen Vorjahren, was mitnichten als Negativum zu sehen wäre.

Und ja, das Titelcover, fast schon berühmt berüchtigt (?) bei BFU-Saisondruckwerken. Das diesjährige ist – gefühlt – fast schon richtige Kunst, so wie es daherkommt, auf alle Fälle ein Hingucker. Aber jenes vom BFU-Rückblick 2016/17? Unerreicht? Unerreichbar? Kunst ist frei, Geschmack ebenso.

“… Wir hören nächstes Jahr an gleicher Stelle sicher wieder voneinander …“ [Mirko Otto, ’Vorwort’ im BFU-Saisonrückblick 2018/19].

… es wäre, zehnjubelartig (?), mehr als bisschen besonders. Zeit für etwas Besonderes dann? Es wird zu sehen sein, einst.

In ’Dealer’-Kreisen des eigenen Vertrauens ist Blickfang Ultra Saisonrückblick 2018/19 zum Preis von 8,90 Euro garantiert nach wie vor erhältlich, 296 Seiten stark. Und stark sowieso, wer’s (noch) versteht – so.

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MedienScreen # 228 [Öffnet die Bummi-Akten! – Und die des ganzen Märchenwaldes!]

[Fundstück] “Dunkle deutsche Geschichte: Rollkommando im Märchenwald“, politplatschquatsch.com, 27. September 2019 –

(…) die Traumata, sie wirken nach, die ganze Generationen Ostdeutscher schon in frühester Kindheit erlitten – damals, als ihnen mit dem Bären Bummi, einem brummigen sandgelben Kerl, der seinem Meister Nadelöhr treu Gesellschaft leistet, eine Liebe genommen wurde, die niemals wiederkehrte.

Brutal zeigte die Staatsmacht den Ihren hier ihre Macht: Bummi, der die fröhlichen Kinder der Arbeiter und Bauern der sozialistischen DDR ab Ende der 50er Jahre immer Sonntagsnachmittags “Zu Besuch im Märchenland“ empfing, wurde beobachtet, beargwöhnt, gegriffen und entführt. Von einem Tag auf den anderen verschwand der liebenswerte Plüschteddy mit dem großen Herzen, der erst das Feld bereitet hatte für Schnattchen und Pittiplatsch, der 1962, kurz nach dem Mauerbau, in einem offensichtlichen Westpaket in die Schneiderstube kam, um systemerhaltende Streiche zu spielen und Rock-Roller-Sprüche wie “Ach, du meine Nase“ und das später durch PPQ weltweit bekannt gewordene “Platsch-Quatsch!“ in die Kamera zu sagen.

Doch war es nicht der schwarze Kobold, den der Bannstrahl traf. Pittiplatsch, bis heute Namensgeber eines der elaboriertesten Internetblogs, wurde nach Protesten von sozialistischen Pädagogen zwar für einige Zeit vom Sender genommen und hinter den Kulissen auf zahm umerzogen. Heiligabend 1962 durfte der runde schwarze Fex wieder Possen reißen und Schnatterinchen ärgern – nur wenige erkannten, dass der, der da wieder Faxen machte, ein gebrochener Mann war, ein Schatten seiner selbst. Ihm zur Seite gestellt worden waren nun die Kobolde Nickeneck, Drehrumbum der Runde und Wuschel, drei Figuren von großer Undurchsichtigkeit. Waren sie Spitzel, die auf ihn angesetzt wurden? Waren sie seine Betreuer, weil den Machthabern der labile Zustand Pittis nicht entgangen war und sie einen öffentlichkeitswirksamen Ausfall des Stars fürchteten?

Oder hatte Pitti selbst bei der Stasi unterschrieben? Entsprechende Gerüchte machten früh die Runde, konnten aber nie belegt werden. Doch der Ablauf der weiteren Ereignisse im Märchenwald spricht eine deutliche Sprache: So lange der gebürtige Wenigeröder Eckart Friedrichson, der in der Rolle seines Lebens den Nadelöhr gab, seine schützende Hand über die Märchenwäldler hielt, ging alles gut. Fröhlich sang er mit seiner großen Zauber-Elle, die als Ersatz für eine Gitarre diente, das Lied “Ich komme aus dem Märchenland“, kein leiser Hauch von kaltem Krieg wehte durch Studio.

Doch hinter den Kulissen, so behaupten Eingeweihte, schraubten die Realpolitiker längst an einer völligen Neuorientierung der kindlichen Sendung, der sie vorwarfen, zu wenig auf Klassenkampf zu setzen, die Völkerfreundschaft zu vernachlässigen und Anarchisten wie Pittiplatsch zu viel Raum zugeben. Mit Herrn Fuchs wurde von den maßgeblichen Kreisen in Pankow und Moskau ein typischer Vertreter des auf dem Boden der DDR endgültig geschlagenen Kleinbürgertums in die Wald-WG aufgenommen. Fuchs sollte als Zielscheibe für böse Späße Adenauer ersetzen. Der Hund Moppi kam als typischer Vertreter des Proletariats hinzu – er redete nicht viel, aber Blödsinn. Zeigte aber stets deutlich, dass er bereit war, die Sache der Arbeiter mit aller Kraft zu verteidigen. Gute Voraussetzungen für eine große Karriere nicht nur im Showgeschäft.

Dann kam der Tag, an dem Bummi-Bär starb. Ein Rollkommando aus Wünsdorf fuhr unangekündigt vor den Märchenwald-Studios in Babelsberg vor. Augenzeugen erinnern sich an sieben bis neun Männer in Uniformen der sowjetischen Fallschirmjägertruppe, eine Eliteeinheit, die für den KGB besonders knifflige Aufgaben erledigte. Während zwei Mann die Eingänge sicherten, so ein Zeitzeuge, seien die anderen in die Aufenthaltsräume der Darsteller gestürmt. “Dort wurde Bummi knallhart gepackt und rausgeschleift“, erinnert sich der Mann, der bis heute unter traumatischen Träumen wegen des Vorfalls leidet. Der in einem Lied besungene (“Bummi, Bummi“) Star wurde stellvertretend abgestraft, vermuten Forscher heute, wo Stasiakten, die PPQ vorliegen, zumindest die halbe Wahrheit verraten.

Es soll eine Intervention von ganz oben, sprich aus Moskau gewesen sein, die zu dieser Aktion führte. Bummi verschwand spurlos. Eckhard Friedrichson verkraftete es nicht. Das Herz. Meister Nadelöhr, seit seiner Kindheit an Diabetis erkrankt, starb völlig unerwartet, für eine ganze Generation endete mit diesen beiden Verlusten die Kindheit. Das Ende der DDR, es deutete sich bereits an. Im Herbst danach folgte die Biermann-Ausbürgerung, später gingen auch Manfred Krug und Nina Hagen in den Westen, um nicht ebenfalls wie Bummi in die Sowjetunion verschleppt zu werden.

Den Feinden des Friedens im Märchenwald aber kam das nur recht. Hintergrund der Disziplinierungsaktion gegen Bummi, so wurde es später bei einer geheimen Parteiversammlung mitgeteilt, seien Hinweise darauf gewesen, dass der altgediente Bär mit seiner Rolle als Sidekick der dominanten Schnattchen und Pitti nicht mehr zufrieden gewesen sei. Bummi sei in Kreise geraten, die der DDR nicht wohlgesonnen gewesen seien, der Verdacht der Spionage und des Dissidententums habe im Raum gestanden, heißt es in den Stasi-Unterlagen, die von Mielke selbst gegengezeichnet wurden.

Gemeinsam mit der Stasi-Kinderabteilung entwarf der KGB den Plan, Bummi “zu seiner eigenen Sicherheit“ nach Moskau zu bringen. Offiziell wurde dann über den Sender erklärt, der beliebte Bär sei auf Reisen im sozialistischen Ausland, um Freundschaft mit Bären aus aller Welt zu schließen.

Die Lücke im Märchenwald schloss sein bärbeißiger sowjetischer Vetter Mischka, ein hochrangiger KGB-Offizier mit Einzelkämpferausbildung, Typus Putin, der bis zum Ende der DDR tatsächlich mit Drohungen und zuweilen auch blanker Gewalt für stabile Verhältnisse im Märchenland sorgte. Gemeinsam mit Pittiplatsch und Schnatterinchen trat der alptraumhafte, dunkelhaarige Bär, der nach dem Chef der DDR-Auslandsaufklärung Mischa Wolf benannt worden war, auch in hunderten Ausgaben des Abendgrußes “Unser Sandmännchen“ auf. Noch laufen wissenschaftliche Untersuchungen, um zu ermitteln, welche Langzeitschäden die dauernde Konfrontation mit dem wortkargen Russen bei den Kindern verursacht hat.

Bummi hingegen, für viele ahnungslose DDR-Kinder immer noch ein Idol, wurde allenfalls zu hohen staatlichen Feiertagen aus seinem Moskauer Exil zugeschaltet. Er sagte dann ein paar Worte, Kenner spürten, dass er zuvor unter Drogen gesetzt worden war. Nach dem Mauerfall gab es einige hilflose Versuche des talentierten Plüschriesen, in sein altes Metier zurückzukehren. Keiner glückte. Heute lebt Bummi, immer noch schwer bewacht, inzwischen aber auch leicht umnachtet, in einem Heim für verdienstvolle Kulturschaffende der Sowjetunion in Wladiwostok. Interviewbitten von PPQ wurden von der Heimleitung ohne Begründung abgelehnt.

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Mit Dank & Gruß an PPQ und dortselbst im Original.

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