Schlagwort-Archive: konkret-Magazin

MedienScreen # 232 [The modern football is at the end. Anyway?]

[Fundstück] Klaus Hansen, “Abnehmende Begeisterung“, konkret, 9/2019 –

(…) Der Berufsfußball entfremdet sich gleich in mehrfacher Weise von den Massen, auf deren gute Stimmung im Stadion er aber angewiesen ist, denn die gehört zum teuer verkauften Fernsehbild unbedingt dazu. Dass die Stadiongänger für ihre Dienstleistung als Stimmungskomparsen auch noch Eintritt zahlen müssen, ist ein Hohn. Klar, dass immer mehr Fans sich wie nützliche Idioten fühlen (…)

(…) Der Fußball wird so lange zerredet, bis alles, was sich vermeintlich sagen lässt, auch alle gesagt haben, und das mehrfach (…)

(…) Obwohl Max Liebermann, der Malerfürst, den Spruch “Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte“ in ganz anderem Zusammenhang gesagt hat, geht es mir im Hinblick auf den modernen Berufsfußball ähnlich.

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MedienScreen # 222 [Little bit OliveGreen History]

[Fundstück] Jutta Ditfurth, interviewt in konkret 7/2019 –

(…) Wenn ich mit jungen Grünen rede, wissen die oft nicht, dass ihre Partei 1999 den ersten deutschen Angriffskrieg seit 1945 ermöglicht hat, den Nato-Angriff auf Jugoslawien. Sie wissen nichts über die Auschwitz-Relativierung des grünen Außenministers, mit der er für die Bombardierung Jugoslawiens agitierte. Sie wissen nichts darüber, dass die Grünen bis heute fast allen Bundeswehreinsätzen im Ausland zugestimmt haben (…)

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MedienScreen # 205 [Wind of Change? Anyway …]

[Fundstück] Wolfgang Pohrt, angejahrter Mailwechsel mit Hermann L. Gremliza, auszugsweise veröffentlicht in konkret 2/2019 –

[14. November 2015] – (…) Die Kindermusiktruppe Scorpions, Freunde von Gerhard Schröder, die die Annexion der DDR mit ihrem “Wind of Change“ begleitet haben, hat bei ihrem Besuch in St. Petersburg die ausgesoffenen Gläser hinter sich an die Wand geworfen und den russischen Kellnern, die den Dreck zusammenkehren mussten, sehr zu deren Verwunderung erzählt, das sei eine alte russische Sitte (…)

MedienScreen # 203 [Screenshots für die Ewigkeit?]

[Fundstück] Ulrich Holbein, “Ausgeknipst“, konkret, 1/2019 –

(…) Wenn die Welt untergeht, ist das sicher nur halb so schlimm, solange nur einige Fotos von ihr übrigbleiben. Sobald mein Anwesen und Waldhäusel als Gesamtkunstwerk postum nicht erhalten werden kann, kann ich mich trösten, dass es doch schöne Fotos davon gibt. Also alles schnell noch ablichten, als Sicherheitskopie für die Akasha-Chronik untergegangener materieller Welträume (…)