Kowalski – Der ultimative Song zur UEFA EURO 2012

Ostfussball.com hat nicht nur hier und da im World Wide Web eruiert, in Frage kommende Datenbanken durchforscht, tiefer und flach recherchiert, noch entsprechendere Video-Plattformen durchforstet, zugesendeten Links nachgestöbert – und ist dann schlussendlich redaktionsintern zu dem wohl weniger als mehr folgenschweren Resümee gekommen, dass die klitzekleine gülden schimmernde Ostfussball.com-Palme für DEN ultimativen Song zur Fußball-Europameisterschaft 2012 aus unserer – rein subjektiven – Sicht letztendlich und ausnahmslos ganz einfach Kowalski (“Nach Lodz“) gebührt …

[Dieser Beitrag wurde am 17. Juni 2012 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]

UEFA EURO 2012, Sachsen, Amtshilfe, Hooligans?

Wie die Sächsische Zeitung am 11. Juni berichtete, habe – wohl im Zusammenhang mit der gerade begonnenen UEFA EURO 2012 – der Co-Ausrichter Polen die sächsischen Behörden “um Unterstützung im Kampf gegen Hooligangewalt gebeten“. So sei von der polnischen Polizei ein Ersuchen zur Übermittlung von relevanten Personendaten an die entsprechenden sächsischen Dienststellen gerichtet worden.

Aus einer Antwort des Innenministeriums des Freistaates auf eine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen geht hervor, dass Sachsens Polizeidirektionen bis Ende Mai dieses Jahres Angaben zu 126 Personen zusammengetragen haben, die in der Vergangenheit durch wie auch immer geartete Störungen von Fußballspielen auffällig geworden sind. Offiziell gelten rund 300 Anhänger von Fußballvereinen in Sachsen – so die Sächsische Zeitung – als gewalttätig.

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(Freie Fahrt? – Foto: O.M.)

Die angeblich aktuell erhobenen Datensätze seien zunächst an die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) übermittelt worden. Gegenwärtig prüfe Sachsens Polizei allerdings, “ob weitere Personendaten übergeben werden sollen“, so jedenfalls die Sächsische Zeitung, ohne Umfang und Adressaten für den Datentransfer weiter zu benennen.

[Dieser Artikel wurde am 11. Juni 2012 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]

UEFA EURO 2012, Doitsch geflickter Stahlhelm des DFB? – fuck off!

Sogleich sei sich an dieser Stelle ausdrücklich NICHT für das deutliche “fuck off!“ in der Headline entschuldigt – obwohl es ja sowieso nicht die feine Art ist, sich mit sexuell angehauchtem Vokabular zu sportlich-militärischen Sachverhalten eines DFB-Offiziellen, wie beispielsweise Hans-Dieter Flick, zu äußern …

(…) Nun ist also Hans Flick in die Falle getappt. Angesprochen darauf, wie man sich am besten bei Freistößen von Portugals Cristiano Ronaldo verhalte, antwortete er: “Stahlhelm aufsetzen und groß machen.“ Das ist doch mal halbwegs griffig. Aber auch gefährlich. Kriegsmetaphorik, deutsche Vergangenheit und so (…) [augsburger-allgemeine.de, 8. Juni 2012, 14:36]

(…) Der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, Hansi Flick, hat sich für seinen Versprecher entschuldigt. “Es tut mir leid, wenn Irritationen durch eine unglückliche Bemerkung von mir entstanden sind. Es war ein Versprecher, der keine falschen Eindrücke aufkommen lassen sollte“, sagte Flick. Es sei sonst nicht seine Art, sich mit militärischem Vokabular zu sportlichen Sachverhalten zu äußern. “Ich entschuldige mich für meine Ausdrucksweise bei der Pressekonferenz und ärgere mich selbst am meisten darüber, weil ich weiß, wie sensibel wir mit dieser Thematik umgehen“, so der DFB-Assistenztrainer (…) [elo-forum.net, 8. Juni 2012, 15:13]

Nein, das obige “fuck off!“ war nicht verschrieben, so wie ANDERE sich angeblich nur ’versprochen’ haben …

Post Scriptum: Nicht, dass Herr Hans-Dieter Flick auf besagter Pressekonferenz vielleicht den Marathon 88 von adidas an seinen Füßen gehabt hätte, aber so ein Stahlhelm im Gehirn reicht ja auch schon für den eigenen kleinen Endsieg.

[Dieser Artikel wurde am 8. Juni 2012 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]

adidas: Mit Marathon 88 zum Endsieg?

Zugegeben – das “Endsieg“ in der Headline hätte nicht unbedingt sein müssen. Es liest sich aber schön aufmerksamkeitsheischend und noch dazu ein wenig provokativ.

Zugegeben – natürlich gibt es durchaus nachvollziehbare Erklärungen, warum dieser Sneaker aus dem Hause adidas genau so heißt, wie er nun einmal heißt. Schließlich kam der adidas Marathon 88 “Ende der 80er Jahre auf den Markt“, besser gesagt ist er “ein klassischer Runner aus dem Jahre 1988“ (afew-store.com). Noch dazu verleihe der adidas Originals Marathon 88 “den kultigen Laufschuhen aus den 80ern einen ganz neuen Look, der sich genauso gut anfühlt wie er aussieht“ (adidas.de).

Und vermutlich hat es sich eine Produktnamen-Arbeitsgruppe nicht gerade leicht gemacht, für das gerade erst “in den letzten Tagen [als] einen weiteren Klassiker wiederbelebte“ (afew-store.com) Schuhwerk letztendlich dann auch ein kurz wie sogleich kompakt einprägsames Naming zu finden. Chapeau? Chapeau!

Zugegeben – die 88 ist auf dem Fußbekleidungsteil (“Keine Angst – trotz des Namens muss man mit MARATHON von Adidas Originals keine 42 km am Stück laufen, um cool auszusehen!“, zalando.de) nicht dargestellt. Der Sneaker wird nur so geheißen, einfach so eben. Manche Menschen mögen Schuhe, manche sogar sehr – und manchmal ist es dabei egal, welches Naming damit laufend spazieren getragen wird.

Zugegeben – die 88 als solche ist ja auf dem 88’er von adidas nicht zu sehen. Da hat wohl die Produktnamen-Arbeitsgruppe noch einmal Glück gehabt – oder eher die Designerinnen und Designer? An manchen bundesrepublikanischen Stadioneingängen hätte es ansonsten vielleicht durchaus zu Einlasskomplikationen mit so fußbewehrtem Fanvolk kommen können. Das war knapp, adidas – oder lediglich ein glücklicher Zufall?

Zugegeben – es ist nur ein Schuh von adidas. Zugegeben – diese Fußbekleidung mag sein, wie sie ist. Punkt. Aber, zugegeben – manchmal stutzt der Mensch schon zuweilen.

Und mit 88’er-Schuhwerk von adidas – mithin offizieller Ausstatter auch der bundesdeutschen Fußball-Nationalmannschaft – dann auf zur UEFA EURO 2012 nach Polen und in die Ukraine … Psssst … Nein, so war das nicht gemeint.

[Dieser Artikel wurde am 18. Mai 2012 bei Ostfussball.com veröffentlicht.]