(…) “Es ist nicht einfach an diesem Abend der widerlichste Rassist von allen zu sein. Aber Akif Pirinçci schafft es gerade.“ Er spricht von Muslimen, die “Ungläubige mit ihrem Moslemsaft vollpumpen“ und spricht von “KZ’s, die leider nicht mehr in Betrieb sind“ (…) (neues-deutschland.de, 20:30 Uhr).
[Martin Buchholz – “Wir sind, was volkt: Vom Ur-Sprung in der deutschen Schüssel, ein satirisches Schizogramm“ – möge ob der Verballhornung eines seiner Werke nachsichtig sein.]
“Unter Guter Bulle, böser Bulle (englisch good cop, bad cop) versteht man eine psychologische Taktik, die bei Bedarf von Polizeibeamten für ein Verhör genutzt wird. Die Technik ist (…) in übertriebener Form als Filmklischee in die Populärkultur eingegangen (…)“ (wikipedia.org).
“Fanorganisationen verlassen Dialogstrukturen des DFB“. Hat diese aktuelle Meldung ernsthaft irgendwen verwundert? Nach all dem Hin und Her? Mehr her als hin? Nach all der Zeit? “Glaubt jemand in der Fan-Szene wirklich noch an den gewissen Hauch eines quasi wahrlich gleichberechtigten Dialogs?“, war doch bereits schon im Dezember des Jahres 2011, damals in den Zusammenhängen der Pyrotechnik-Debatte, eine der kritischen Thesen.
“Ja – (…) überhaupt miteinander sprechen zu wollen, ist kein Verbrechen. Es kommt eben nur manchmal auch auf den jeweiligen Gesprächspartner an (…).“
Dialog sieht anders aus. Und Einbahnstraßen führen in die eine Richtung letztendlich nirgendwohin.
(Foto: O.M.)
Die Fanorganisationen ProFans, UnsereKurve, Queer Football Fanclubs und F_in Netzwerk Frauen im Fußball postulieren jetzt nur, was doch längst Tatsache war. Weniger oder mehr. Von Seiten der Verbandsebene. Einseitiger Dialog wird Monolog geheißen. Und sollte endlich auch deutlich als solcher benannt werden.
Mittlerweile also haben die Fanorganisationen “keinen dauerhaften und ernsthaften Willen des Verbandes DFB erkennen können, mit Fußballfans einen transparenten und zielführenden Dialog etablieren zu wollen. Die Arbeit der AG Fanbelange/Fanarbeit, dem einzigen Gremium für einen institutionalisierten regelmäßigen nationalen Dialog des DFB mit Fußballfans, wurde bisher konsequent aus der Öffentlichkeit herausgehalten. Dadurch wird das Bild der Fußballfans fast ausschließlich durch polarisierende Politiker, Polizeigewerkschafter und Medien geprägt“.
“(…) Obwohl die Verbände die Einzigartigkeit der Fußballfankultur in Deutschland permanent loben, auch um damit höchstmögliche Erlöse in der Vermarktung des Profifußballs zu erzielen, werden Dialog und Kooperationen mit den Fußballfans immer wieder torpediert oder ausgebremst (…)“ [unsere-kurve.de, 14. Oktober 2015].
Čierny Balog (Slowakei), Heimstadion von TJ Tatran Čierny Balog –
[11FREUNDE, YouTube.com, 12. Oktober 2015]
ElbsandsteinPolemik
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