Schlagwortarchiv: n-tv.de

MedienScreen # 374 [Völkisches Volk als solches]

[Fundstück] Ilko-Sascha Kowalczuk, Interview @ n-tv.de, 11. Juli 2026 –

(…) Ich habe mal in einem Interview mit der taz gesagt: Wer Nazis wählt, ist ein Nazi. Darüber haben sich Krawattenträger aus der “bürgerlichen Mitte“ wahnsinnig aufgeregt. Ich würde die Aufregung verstehen, wenn es um den konkreten Begriff gegangen wäre. Denn die AfD besteht mehrheitlich nicht aus Nazis, sondern es sind mehrheitlich Faschisten. Das war inhaltlich nicht korrekt. Aber ich nehme die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes offenbar ernster als viele andere. Wer sein Wahlrecht wahrnimmt, dem unterstelle ich, dass er weiß, was er tut. Die politische DNA der AfD und ihrer Wählerschaft ist der Rassismus – das ist es, was den Laden zusammenhält (…)

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MedienScreen # 317 [Modern Football Fans perverse]

[Fundstück] “Jetzt nervt der moderne Fußball sogar Anhänger von RB Leipzig“, Stephan Uersfeld, n-tv.de, 14. Februar 2024 –

(…) Alles hängt mit allem zusammen.

Im ehemaligen Leipziger Zentralstadion offenbarte sich am Dienstag [13. Februar] die Absurdität der Gleichzeitigkeit der Dinge. Im Stadion, das schon lange den Namen des österreichischen Softdrink-Giganten Red Bull trägt, protestierten die Fans von RasenBallsport Leipzig, die, wie jeder weiß, eigentlich Red Bull Leipzig heißen wollten, mit einem “Still Not Loving UCL Reforms“ gegen das neue Format der UEFA Champions League. Auf dem Rasen spielten sie gegen den Rekordsieger Real Madrid, der aber eigentlich längst in einer Super League spielen möchte.

Gleichzeitig verkündete die DFL den Ausstieg eines möglichen Investors, Blackstone, für die beiden ersten Ligen des deutschen Fußballs. Der Grund dafür waren, so war zu hören, auch die Tennisball-Proteste der Fans, die den Fußball in den vergangenen Wochen in Atem gehalten hatten. An denen hatten sich die Leipziger Anhänger nicht beteiligt.

Wieso auch? Die Regeln im deutschen Fußball hat der Verein aus der Messestadt, so der feste Standpunkt der dieser Tage protestierenden Massen, ohnehin mit seinem Marsch in die obersten Ligen außer Kraft gesetzt (…)

In Leipzig gibt es keinen echten Verein und so gibt es auch keine stimmberechtigten Mitglieder, die sich gegen die Interessen des Geldgebers, Red Bull, stellen können. Das darf man doof finden oder nicht. Das Unternehmen aus Österreich ist eines von einer ständig wachsenden Anzahl von Unternehmungen, die weltweit zahlreiche Fußball-Klubs betreiben und die unter dem Begriff Multi-Club-Ownership subsumiert werden (…)

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Dynamo Dresden – irgendwo

Am sonntäglichen 26. September dieses Jahres wurde, neben politischen Wahlen, auch Fußball gespielt auf bundesrepublikanischen Rasen- oder Hartplätzen, hier und da.

Beispielsweise rollte der Ball anlässlich des achten Spieltages in der diessaisonalen 2. Bundesliga, also eher rasenballsportlich – fußballerische Begegnungen mit mal mehr oder weniger ebenbürtigen Kontrahenten, egal wo.

Egal wo? Stichwort für n-tv Der Nachrichtensender

(n-tv, 26. September 2021, 15:32 Uhr – Screenshot: O.M.)

Naja, wenigstens der zahlenmäßig korrekte Endstand der Partie wurde exakt übermittelt – aus dem Rudolf-Harbig-Stadion zu Dresden.

“Der Mensch ist ein beschränktes Wesen; unsere Beschränkung zu überdenken, ist der Sonntag gewidmet“ (Johann Wolfgang von Goethe).

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[Transparenzhinweis: Der einst in diesem Beitrag publizierte Screenshot wurde am 21. Januar 2026 editiert.]