Archiv der Kategorie: SkyViews

MedienScreen # 135 [Hannes]

[Fundstück] fanzeit.de, 13. Oktober 2016 –

Nach dem Tod von Hannes, einem 25-Jährigen Fan des 1. FC Magdeburg, der Anfang des Monats aus einem fahrenden Zug stürzte und nun seinen Verletzungen erlag, steht die Fanszene des Vereins unter Schock.

“Die Situation geht uns sehr nahe und wir sind immer noch mehr als erschüttert“, heißt es auf der Website des Block U. “An Fußball und alles, was das Fanleben ausmacht, ist momentan absolut nicht zu denken.“

Daher sehen sich die FCM-Fans um die Ultras der Blue Generation bis auf Weiteres “nicht in der Lage, die Mannschaft wie gewohnt zu unterstützen“ (…)

Darüber hinaus ruft der Block U “trotz aller Rivalität und der aufgewühlten Gefühlslage zur Besonnenheit aller Clubfans auf, um jegliche Verschärfung der aktuellen Situation zu verhindern!“ Vor seinem Sturz war Hannes im Zug mit Fans des Rivalen vom Halleschen FC aneinandergeraten. Der genaue Hergang der Ereignisse ist jedoch weiter unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Auch die Fanszene des Halleschen FC schließt sich in einer gemeinsamen Erklärung dem Aufruf zur Besonnenheit des Block U an und bekundet ihr Mitgefühl.

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(blue-generation.de – Screenshot: O.M.)

David Bowie is gone forever

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(Screenshot Twitter – O.M.)

David Bowie ist gestorben. Das berichteten in den heutigen frühen Morgenstunden mehrere Medien. Erst vor wenigen Tagen, an Bowies 69. Geburtstag,  war sein neues Album Blackstar veröffentlicht worden.

”I don’t know where I’m going from here, but I promise it won’t be boring.” (David Bowie, 08.01.1947 – 10.01.2016)

R.I.P.

Ziggy is going home …

Achim Mentzel im Gurkenhimmel

Aus gegebenem Anlass.

“… Kaum machte die Nachricht vom Tod Achim Mentzels die Runde, waren auch schon die passenden Etikettierungen zur Hand. Die Deutsche Presse-Agentur und andere schrieben, der 69-Jährige sei ein ’ostdeutscher Unterhaltungskünstler’ gewesen. Damit ist alles gesagt. Nein, nicht über Mentzel. Sondern über die westdeutschen Hinterbliebenen.

Mentzel einen ostdeutschen Unterhaltungskünstler zu nennen, ist nicht falsch. Er wurde 1946 in Berlin geboren und machte in der DDR Karriere. Freilich ging seine Karriere nach 1989 weiter – also noch immerhin 27 Jahre lang. Er trat, um es mal so zu sagen, im Westfernsehen auf. Auch die Mehrzahl seiner Platten erschien in der größer gewordenen Bundesrepublik. Das Label ’ostdeutscher Unterhaltungskünstler’ ignoriert die Hälfte seines künstlerischen Lebens. Es macht den Mann so klein, wie es die DDR nie war. Und es signalisiert denen im Westen, dass sie diesen Achim Mentzel nicht kennen müssen …“ (Frankfurter Rundschau Online, 4. Januar).

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(Twitter, 4. Januar, 19:29 – Screenshot: O.M.)

“So was wie Achim Mentzel wird heute leider nicht mehr hergestellt“, behauptete Kalkofe 2012 in einem Interview. Keine Widerworte. Und: Machs gut, Achim. Egal wo.

– Nachschiebsel –

(…) am 4. Januar lief die Tragödie an, wenn auch zunächst nur in Ostdeutschland als solche empfunden: Achim Mentzel ging nach einem Herzinfarkt von uns. Sicherlich ein Mann mit strittigen Talenten, unbedingt aber eine Marke mit natürlichem Kopierschutz. Heutzutage baut doch kein Mensch aus der Unterhaltungsbranche so viele Brüche in seine Biografie ein (…) [Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 28. Dezember 2016].