Dresden. Aue. Sachsen eben.

Am 3. Dezember dieses Jahres vollführte Dynamo Dresden zum 16. Spieltag der aktuellen Zweitliga-Saison auf dem Rasen im Rudolf-Harbig-Stadion einen 4:0-Sieg gegen FC Erzgebirge Aue. Völlig verdient übrigens.

Die Partie war in ihrer Anfangsphase zunächst durchaus geprägt von einem gewissen Herantasten. Auch scheinbar an die geografische Verortung der beiden rasenballsportlichen Rivalen …

(Screenshot Twitter: O.M.)

… aber quasi waren die Sachsen ja unter sich. Irgendwie. Gewiss.

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MedienScreen # 176 [Nazi History X. Don’t Speak. Part Two.]

[Fundstück] Kay Sokolowsky, “Auf kein Wort“, konkret, 12/2017 –

(…) Warum sollte ein aufgeklärter Mensch nicht mit Nazis reden? Jedes Gespräch ist zivilisierter als ein Faustkampf, jede Debatte vernünftiger als ein Krieg. Weshalb soll es da verwerflich sein, mit Nazis zu reden? Die Verweigerung des Dialogs bedeutet doch das Ende der Aufklärung, der Demokratie. Wieso nicht zumindest probieren, mit jenen zu sprechen, die ihr Heil bei Nazis suchen? Ohne den Austausch widerstreitender Meinungen gäbe es nur noch Streit und den Wunsch der Parteien, einander auszutilgen. Wie können zivilisierte Menschen dagegen sein, einfach mal zu reden?

Solche rhetorischen Fragen mit lauter falschen Antworten gehen zur Zeit durch Medien und Politik (…)

(…) Wir müssen, sagt die Verfassung, die Nazis hetzen lassen. Zur Hatz tragen müssen wir sie nicht. Wir haben sie beim Wort zu nehmen, unbedingt. Aber sonst? Kein Wort.

K-Block Dynamo. Only time is progressing?

Im Frühherbst anno 2011 war das Banner über dem K-Block im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion (RHS) 70 x 30 Meter groß …

[RHS, 26. September 2011]
Gut sechs Jahre später bilde sich die Betrachterin oder der Betrachter selbst eine Meinung, in mancherlei Hinsicht …

[RHS, 20. November 2017]
[RHS, 20. November 2017]
[RHS, 20. November 2017 – Alle Fotos: O.M.]
“(…) Am Montagabend ließ sich der Dynamo-K-Block noch für seine Choreografie samt Pyrotechnik feiern, für vier Beteiligte hat sie jedoch ein Nachspiel. Wie die Polizei mitteilte, wurden vier junge Männer identifiziert, die Pyrotechnik abgebrannt hatten. Die Männer im Alter zwischen 27 und 35 Jahren müssen sich jetzt wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten“ [sportbuzzer.de, 21. November 2017].

“Die Freiheit der Kunst ist keineswegs die Kunst der Freiheit“ [Max Bodzin].

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