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MedienScreen # 112 [Fußball-Latein aus der Black Box]

[Fundstück] Tobias Nordmann, “’Box, Box, Box, Box, Box, Box’ – Strafraum, Freunde, es heißt Strafraum!“, n-tv.de, 19. Juni 2016 –

(…) die Trainer und ihre Ideen taugen immer mehr zum Aha-Erlebnis. Obwohl wir sie kaum mehr verstehen. Sie, die eigentlich das gleiche wollen wie wir früher: Tore schießen, Tore verhindern. Sie sprechen mittlerweile von der flachen Vier, von der hängenden Neun, der falschen Neun, der richtigen Neun, vom Raum deuten – und sie sprechen jetzt, seit ein paar Wochen, immer öfter von der Box.

Freunde, macht was ihr wollt, tikitackert, taktiert und internationalisiert euch durch die Fußball-Welt, verkompliziert den Fußball bis es nicht mehr geht. Geschenkt. Aber tut uns einen Gefallen und sprecht bitte nicht mehr von der Box. Es heißt STRAFRAUM!

MedienScreen # 93 [Satire, Satire über alles …]

[Fundstück] Tim Wolff, “Wie es noch schlimmer werden könnte – Fall Böhmermann: Die Grenzen sind erreicht“, n-tv.de, 11. April 2016 –

(…) Denn wenn eines denkende und fühlende Menschen weltweit wissen: Deutsche sind gefährlich, ja erfahrungsgemäß tödlich, wenn sie ernst machen. Und eine Verbindung aus deutscher Solidarität und dem, was man hierzulande allgemein für Humor und Komik hält, wird in seiner Ernsthaftigkeit, Destruktivität und Gefährlichkeit nur von einer anderen deutschen Spezialität überboten: echten Waffen, guten deutschen Panzern und Schießgewehren. Um unser aller Frieden willen: Nichts von all dem sollte exportiert werden!

Eins durch Eins ist Null

Als gehobenere Verwirr-Variante funktioniert “Eins und Eins macht Vier“ natürlich ebenso. Wie beim gleichnamigen Kinderfilm (Original “It Takes Two”) von Andy Tennant. Sehr frei nach dem Kästner’schen ’Doppelten Lottchen’.

Einser, doppelte Zweier, Vierer, kein Dreier. Mathematische Phänomene allenthalben. Die es zu ergründen gilt. Mitunter auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg. Beispielsweise. Möglich ist einiges. Auch virtuell.

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(Screenshot n-tv – O.M.)

Mithilfe der nach wie vor so genannten ’neuen Medien’ stellen sich allerdings nicht zwangsläufig Bildungstriumphe ein. Möglich ist aber einiges.

Und Erfolge stehen im Raum. Unbestritten. Nachgewiesen. Mögen es auch Einzelresultate sein. Dahingestellt. Wie gleichsam jenes von Joe. Der Weg ist schließlich das Ziel. Unter Umständen zum Einser-Abi. Oder so.

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(Screenshot a.a.O. – O.M.)

Da frei nach Konstantin Wecker indes ’genug nicht genug ist’, bleibt das jetzt einfach mal so stehen. Als positiver Anreiz. Klassischen Nachilfe-Kandidat*innen auf den Weg. Zum Ziel. Irgendwie. Möglich scheint nicht nur einiges. Mehr oder weniger. Whatever.

MedienScreen # 72 [Blackstar Shining]

[Fundstück] Andy Dallmann, “Schwarzer Stern, helles Leuchten – David Bowie erfindet mit seinem Album ’Blackstar’ nicht den Pop, dafür sich selbst neu. Das macht Hoffnung.“, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 8. Januar 2016 –

(…) Ein Hammer-Werk, auf das man sich halt einlassen muss; ein schwarzer Stern, der so hell leuchtet, dass sich die Konkurrenz strecken muss, will sie dagegen anblitzen (…)

(…) Reißzwecken im Schokopudding – daraus ein derartig leckeres Ganzes zu machen, ist zweifellos hohe Kunst. “Blackstar“ taugt nicht zum Soundtrack für den Abwasch und passt nicht ins Blabla-Radioformat. Nicht jeder wird damit auf Anhieb warm. Wie bei einem grundsympathischen Typ, den man zufällig trifft und der mit jeder Begegnung mehr und mehr zum wahren Freund wächst, rutscht diese Musik mit jedem Hören näher ans Herz. Ein Effekt, der im Pop derzeit nicht oft festzustellen ist. Doch Bowie macht wieder Hoffnung.

Michael Pilz, “Bowies neues Album ist eine nie gehörte Offenbarung“, Die Welt Online, 7. Januar 2016 –

(…) Bowie macht als alter Mann noch einmal was, wofür es keinen Namen gibt und womit Radiomacher und Musikkritiker schon begrifflich überfordert sind (…)

(…) Bowie war nie das Phantom, für das die Popkultur ihn gern gehalten hätte, nur weil er nichts postete und twitterte und deshalb nicht mehr wirklich da war. Er ist aber immer noch kein Geist (…)

“I’m not a popstar“, singt er – was man durchaus mal so stehen lassen könnte. Bowie ist der Schwarze Riese eines Universums, das sich nicht mehr ausdehnt, sondern immer kleiner wird (…)

Werner Herpell, “Bowie liefert ein fulminantes Meisterwerk ab“, n-tv.de, 8. Januar 2016 –

Ein Held für einen Tag zu sein? Für David Bowie nie genug (…)

MedienScreen # 56 [Guter Bulle, böser Bulle?]

“Unter Guter Bulle, böser Bulle (englisch good cop, bad cop) versteht man eine psychologische Taktik, die bei Bedarf von Polizeibeamten für ein Verhör genutzt wird. Die Technik ist (…) in übertriebener Form als Filmklischee in die Populärkultur eingegangen (…)“ (wikipedia.org).

n-tv (a.a.O.) –

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(Screenshot: O.M.)