Der nächstsaisonal bundesdeutsch drittligaagierende Fußballverein SG Dynamo Dresden (SGD) hat kürzlich seine Internet-Präsenz relaunchched – wie immer wieder schon einmal, dann und wann [… Schnöder Online-Auftritt, Juli 2011].
Nun mag jede und jeder geneigt Interessierte die aktuelle Homepage der SGD finden, wie sie oder er mag. Geschmäcker sind dabei sowieso verschieden. Die einen jubeln, ob der neuen Gestaltung. Andere wiederum staunen vielleicht bisschen hinsichtlich der technischen Realisierung, teilweise weniger oder mehr brachial scheinend.
Und so laufen eben gerade nach und nach alle älteren Verlinkungen zu archivierten Beiträgen von der vormaligen SGD-Website auf einen angezeigten 500 Internal Server Error hinaus – trotz eigens gelöschtem Cache, jedenfalls so dokumentiert. Anyway, in fact.
“… Bei einem Permalink handelt es sich um einen Link, unter dem ein bestimmter Inhalt dauerhaft auffindbar ist. Der Name Permalink ist dabei eine Kurzform für einen permanenten Link. Anders als bei einem dynamischen Link ändert sich der Inhalt der URL nicht … Webmaster sollten bei der Erstellung bzw. Bereitstellung von Inhalten im Internet auf jeden Fall auf Permalinks setzen, sofern es möglich ist …“ [xovi.de].
[Fundstück] Sabine Rennefanz, “Militarisiert sich Deutschland gerade selbst?“, SPIEGEL ONLINE, 9. Juni 2022 –
(…) Dieselben Menschen, die einen früher in den sozialen Medien mit einem “Soldaten sind Mörder“ anbrüllten, wenn man die kostenlosen Bahnfahrscheine für Bundeswehrsoldaten verteidigte, brüllen jetzt jeden Zweifel an Waffen nieder und feiern die Aufrüstung der Bundeswehr. Auch der Wortschatz von Menschen, die für ihre sensible Sprache bekannt waren, ändert sich. “Die kann richtig was“, schwärmte zum Beispiel Wirtschaftsminister Robert Habeck (…) bei Maybritt Illner. Er sprach von der Panzerhaubitze 2000. Der Ex-Zivi klingt ein bisschen wie das Werbevideo von der Bundeswehr. Ja, was kann die Panzerhaubitze? “Wenige Geschütze erzielen eine immense Wirkung“, heißt es auf dem YouTube-Kanal der Bundeswehr. Zu “Game of Thrones“-Klängen rollt die Panzerhaubitze über leere Felder und feuert Schüsse ab, am Horizont taucht Rauch auf. Keine Toten, keine Verletzten. Sauber! (…)
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Notabene – Der Zitator [OM] ist, als damals amtierender Stadtrat in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sowie Regionalbüroleiter einer Bundestagsabgeordneten, – einen Tag nach dem Bielefelder ’Kriegsparteitag’ 1999 – einst aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten.
[Fundstück] Andreas Borcholte, “Endstation Klamauk“, DER SPIEGEL, 30. April 2022 –
(…) Schon länger wurde gemutmaßt, dass Rammstein, 1994 in Berlin gegründet, mit “Zeit“ vielleicht ihr letztes Album veröffentlichen würden. Nachdem man es in Gänze gehört hat, ist diese Vorstellung nicht sehr schockierend. Die Zeit dieser großen, auch international erfolgreichen deutschen Band scheint vorbei zu sein (…) Die Buhmänner von einst, gefürchtet und bewundert für ihre martialischen Auftritte und ihre auf dem R rollenden Echos teutonischer Großmannssucht, schrumpfen mit ihren neuen Liedern auf Altherrenwitz-Format (…)
(…) Das Provokanteste an Rammstein 2022 ist für Fans sicherlich dieser neue, gezähmte Musikstil.
Vielleicht muss ein künstlerischer Zerrspiegel wie Rammstein seinen Schrecken verlieren, wenn sich in der Gegenwart realer Horror manifestiert, der Krieg in der Ukraine ebenso wie gewaltsame Übergriffe und Antisemitismus bei rechten Kundgebungen und “Spaziergängen“ von sogenannten Querdenkern (…)
(…) Den immer wieder unterstellten Flirt mit rechts haben Rammstein allerdings schon früh im Song “Links 2-3-4“ins Reich der Musikkritikerfantasie verbannt: “Sie wollen mein Herz am rechten Fleck, doch/Seh ich dann nach unten weg/Da schlägt es link“, hieß es bereits 2001.
“Deutschland“, vom letzten, 2019 veröffentlichten Album, war dann der Liebesentzug für die Nation, die Abkehr von Übermensch und Tümelei mit grandioser Geste (…) Vielleicht hatten die ehemaligen DDR-Punks damit ihr bestes Pulver verschossen (…)
(…) “Tick-tack, tick-tack, du wirst alt/Deine Zeit läuft langsam ab“, singt Lindemann [2022] launig. Aber auch: “Ohne Schmerzen geht es nicht.“ Jetzt gerade tut’s richtig weh.
ElbsandsteinPolemik
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