Schlagwortarchiv: Landtagswahl

MedienScreen # 378 [Sachsen-Anhalt. AfD. Geschichte wird gemacht?]

[Fundstück] Daniel Rensing, Interview @ taz.de, 9. September 2026 –

(…) Handwerklich war das der beste Wahlkampf, den es seit der NSDAP gegeben hat. Also wahlkampftechnisch. Ulrich Siegmund hat tagtäglich auf drei “Familienfesten“ rumgegrinst und Selfies gemacht. Die AfD hat unendlich viel Geld in die Hand genommen, um diese “Familienfeste“ zu organisieren. Der große Trick war, dass Siegmund – egal, wo er aufgetreten ist – immer gesagt hat: Heute ist Familienfest, wir reden nicht über Politik. Am Ende haben die Leute einen Lifestyle gewählt, keine Politik (…)

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MedienScreen # 332 [Sächsisches Wahl-Allerlei. Und wieder volkt das Volk?]

[Fundstück] Gunnar Saft, Kolumne “Sächsisch betrachtet“, Sächsische Zeitung (Print-Ausgabe), 31. August 2024 –

(…) Sollte am Sonntag [1. September d.J.] eine besonders radikale Partei gewinnen, stellen Sie sich als ehrenamtlicher Brandschutzhelfer zur Verfügung. Damit beim abendlichen Fackelaufmarsch in Ihrem Wohngebiet auch nichts anbrennt. Danke!

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(’Vom Ur-Sprung in der deutschen Schüssel’, Martin Buchholz, 1993 – Screenshot booklooker.de: O.M.)

MedienScreen # 327 [Words of Alexander Schneider]

[Fundstück] “Rechtsruck in Sachsen – Die Ersten sitzen auf gepackten Koffern“; Alexander Schneider, interviewt in Frankfurter Allgemeine Zeitung, faz.net, 3. Juli 2024 –

(…) Ich glaube, dass jede Gesellschaft einen bestimmten Prozentsatz an Menschen hat, die für die Demokratie verloren sind. Aber wenn das signifikant mehr als 20 Prozent werden, sehe ich eine Gefahr. Wenn man mal hochrechnet, dass populistische Parteien teilweise 50 Prozent bekommen – gut 30 Prozent AfD, und dann kommen noch mal 15 Prozent Bündnis Wagenknecht dazu. BSW ist hier ähnlich unterwegs. Das wird dann gefährlich. Man kann mit diesen Menschen nicht auf einer Faktenbasis diskutieren. Wenn hier 30 bis 40 Prozent der Meinung sind, dass alles furchtbar ist, dass wir in einer Diktatur leben und der Staat übergriffig ist – übrigens eine Formulierung, die leider der [sächsische] Ministerpräsident Michael Kretschmer auch hin und wieder mal gebraucht -, verstehe ich das nicht (…)

(…) Das ist krass, wenn man, wenn man sich allein mögliche Regierungsbildungen nach der Landtagswahl vorstellt (…) Man muss da mit allem rechnen. Aber im Moment fehlt mir die Phantasie. Ganz ehrlich, was das heißt konkret (…)? Man kann es andererseits auch sportlich sehen und sagen: Es ist journalistisch betrachtet sehr interessant. Aber es kann auch sehr riskant werden.

Und der Ettersberg schaut zu. Thüringen hat gewählt …

“Oppa, hol’ die Flaggen vom Boden“, war vormals bei der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt mutmaßlicher Antrieb von Teilen der wahlberechtigten Bevölkerung. Sächsinnen und Sachsen wählten dann im September 2019 ihre politische Elite und warten auf den politisch verbalen Rückschuss, vorerst noch. Brandenburg, gleich rechts nebenan, ist richtungsweisend dabei, allemal. Und nun Thüringen.

“David Bowie ist auch schon einmal drüber geflogen“, so intonierte einst Rainald Grebe … “Thüringen Thüringen Thüringen – Ist eines von den schwierigen Bundesländern“. Thüringen ist anders?

Prognosen, Hochrechnungen, Zahlen zur thüringischen Landtagswahl 2019 sind nunmehr bekannt. Und werden sich kaum noch wesenentlich ändern. Thüringen ist anders?

Ein klitzekleiner, ausschnittartiger Blick –

 

 

(’MCTired’ @ Twitter, 27. Oktober 2019, 19:05 Uhr)

 

 

 

(’Harry Bo’ @ Twitter, 27. Oktober 2019, 17:50 Uhr – Screenshots Twitter: O.M.)

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