Dresden (2016) –

Die Sportschau der ARD. Das so genannte Flaggschiff der sportlichen Berichterstattung. Auch im fußballerischen Bereich. Seit Jahren. Kompetent. Sachbezogen. Aktuell. Mit Hintergrundinformationen. Detailliert. Quasi ein unerschöpfliches Archiv des Wissens.
Da gewinnt am 12. Spieltag der diessaisonalen 3. Liga der FC Hansa Rostock beim amtierenden Spitzenreiter MSV Duisburg. Durchaus überraschend. Aber nicht unverdient. Freude auf den Rängen bei den hanseatischen Gästefans. AHU!
Ein Sportschau-Reporter darf dabei natürlich nicht sprachlos bleiben. Auch wenn seine fußballerische Kernkompetenz offenbar lediglich erst seit der relativ kurz zurückliegenden UEFA EURO 2016 zarte Knospen zu sprießen scheint.
Und ein Sportschau-Reporter darf auch dann nicht sprachlos bleiben, wenn beispielsweise die SG Sonnenhof Großaspach einen couragierten Auftritt beim VfL Osnabrück auf den Rasen legt.
Nicht übel für eine aktuelle Berichterstattung. Von vor zwei Jahren. Oder darüber hinaus. Mit Hintergrundwissen aus dem Sportschau-Archiv. Vielleicht.
Was bleibt nach den Kurzberichten vom Drittliga-Spieltag bei der ARD am 22. Oktober dieses Jahres? Historisch betrachtet …

… und AHU!, Sportschau?
[Fundstück] Shahak Shapira, “Nein danke, lieber Herr Neonazi“, Zeit Online, 20. Oktober 2016 –
(…) Man kann über Neonazis reden, aber nie mit ihnen (…)
[Fundstück] Peter Stawowy, “Stern: ’Sachsen, ein Trauerspiel’“, flurfunk-dresden.de, 20. Oktober 2016 –
(…) Bei dem aktuellen Titelbild des Stern, einst eine journalistische Instanz in der Bundesrepublik, verkneifen wir uns mal jeglich Kommentierung.
Nur soviel: Das hilft nicht.
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– Nachschiebsel –
(…) Seit Jahrzehnten gibt es ein Fachblatt für Buntes und lange Fotostrecken, das gelegentlich auch ins seriöse Fach ausgreift, etwa, wenn es gilt, den Sexismus eines angeschickerten Rainer Brüderle zu enthüllen. Ganz gelegentlich schreibt der “Stern“ auch mit Verve Geschichte um beziehungsweise neu, zuletzt die des “kleinen Bundeslandes am äußersten rechten Rand“, nämlich Sachsen (…) [Alexander Wendt, “Sachsen, ein Trauerspiel der Berichterstattung“, uebermedien.de, 27. Oktober 2016].