Schlagwort-Archive: Medien

MedienScreen # 175 [DeutschNeuOst. VolxPilz?]

[Fundstück] Alexander Osang, “Kahler Krempling“, DER SPIEGEL, 21. Oktober 2017 –

(…) Je weiter man nach Osten kommt, desto hemmungsloser wird die Liebe zum Pilz. Der Kahle Krempling ist gegart wohlschmeckend, kann aber noch Jahre nach seinem Genuss zu tödlichen Vergiftungen führen, so steht es in meinem DDR-Pilzführer. Mehr muss man über den wilden Osten nicht wissen. Kahler Krempling klingt fast wie ein westdeutsches Synonym für den Ostmann. Leute, die so was gegessen haben, wählen nicht zwangsläufig Volksparteien (…)

***

Post Scriptum – Charlie …?

Frank Dehlis und “Der kleine Dicke“. Ein letztes Mal …

In Erinnerung an Frank Dehlis erfindet sich der von ihm ’erfundene’ Dynamo-Dresden-Jahreskalender quasi neu.

“Für 2018 wird es noch einmal einen Dynamo-Wochenkalender im beliebten Format geben. Diesmal erscheint der ’kleine Dicke’ mit einer Sammlung von Dynamo-Fotos aus Franks Schaffen zwischen 1989 und 2017“, teilte der Facebook-Auftritt von Dynamo-Wochenkalender bereits am 26. Oktober mit.

Mittlerweile ist der Kalender – Auflage 2.500 Stück – im Fanshop Online sowie vor Ort selbst am Rudolf-Harbig-Stadion und bei infrage kommenden Händlern für 12,95 Euro erhältlich.

“… Der komplette Erlös kommt Franks Familie zugute. Die SGD und der Dynamo-Fanshop setzten das Projekt mit Unterstützung der langjährigen Partner USD Immobilien GmbH und Radio Dresden um …“ (dynamo-dresden.de, 9. November).

(Rudolf-Harbig-Stadion, Mai 2008 – Foto: O.M.)

Der kleine Dicke 2018 – ausgewählte 53 Fotos von Dehli-News, bis 2017 …

MedienScreen # 173 [Causa AfD. Ruf! Mich? An!]

[Fundstück] “Doku Deutschland: Ich kann nicht mehr dein Freund sein“, politplatschquatsch.com, 30. Oktober 2017 –

(…) Der komplette Abbruch der Kommunikation mit Pegidisten, AfD-Wählern und Gauland-Verstehern – PPQ stellt ein Formschreiben zur Verfügung, mit dem Betroffene ihrem ins ideologische Trudeln geratenen Umfeld mitteilen können, welcher Maßnahmen es bedarf, damit eine schon lange bestehende Freundschaft, eine Ehe oder auch ein Verwandtschaftsverhältnis weitergeführt werden kann (…)

Hallo …,

ich bin seit unserem letzten Gespräch in einem großen Gewissenskonflikt dir gegenüber geraten. Deshalb gehen ich auch nicht mehr ans Telefon, wenn du anrufst, und ich beantworte deine Mails nicht.

Ich will überhaupt nicht mehr mit dir reden, seit du mir gestanden hast, dass du ein großes Kreuz im Auto aufgehängt hast, um wohl zu demonstrieren, dass hier das gute Abendland wäre. Der zweite Schock, dass Du die AfD gewählt hast und auch noch offen darüber sprichst.

Ich will ehrlich sein, ich hatte dich schon eine ganze Zeit lang im Verdacht, weil so vieles, was du sagst, nicht dem entspricht, was ich in der Tagesschau so mitbekomme. Ich weiß, dass du dich als Protestwähler siehst. Ich habe lange darüber nachgedacht, aber ich bin der Meinung, dass man seinen Protest auf einem anderen Weg kundtun kann. Du könntest, das ist nur ein Beispiel, an deinen Abgeordneten schreiben. Oder an Frau Merkel direkt. Du könntest auch eine Petition im Internet starten oder eine Partei gründen.

Dagegen hast du dich aber entschieden, um der AfD deine Stimme zu geben. Angeblich, so meinst du, bringt das die, die du verächtlich “Altparteien“ nennst, obwohl sie sich immer um uns gekümmert haben, dazu, ihre Politik zu ändern.

Es ist für mich unerträglich, dass ein Freund von mir so denkt und dann eine rechtsradikale Partei wählt. Ich halte es für sehr gefährlich und für mich untragbar. Ich werde in meinem Freundeskreis weder einen Scientologen, noch einen Terroristen, keinen Veganer, keinen Hindu, keinen Radfahrer, kein Nagetier und auch einen AfD-Wähler tolerieren. Da ich, wie du weißt, eigentlich immer versuche, andere zu verstehen und zu tolerieren, hat es einige Tage gedauert, bis ich mich zu dieser Entscheidung durchgerungen habe. Es blieb mir nichts anderes übrig, auch nach fast 36 Jahren Freundschaft vom Kindergarten an.

Diesmal reicht es mir einfach. Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, als ob du eine schleichende Gehirnwäsche übers Internet bekommst. Du hast dich radikalisiert, spricht von Grenzen, die geschlossen sein müssten, von Merkel, die du weg haben willst, und eben davon, dass eine AfD-Fraktion im Bundestag den Meinungsstreit befeuern werde.

Ich muss dir sagen: Mit solchen Leuten will und brauche ich keinen Meinungsstreit!

Ich kann niemand vorschreiben, wen er wählt, aber ich kann für mich entscheiden, mit wem ich eine Freundschaft führen will. Es ist mir deshalb im Moment nicht möglich, weiterhin Kontakt mit dir zu pflegen, ehe du dich nicht von deinen zuletzt vertretenen Ansichten distanziert hast. Glaubhaft, bitte. Ich habe auch meiner Familie, insbesondere unseren Kindern und meinem Mann, mitgeteilt, dass sie den Kontakt mit dir zu unterlassen haben, bis von deiner Seite das Signal kommt, dass du bereit bist, auf den Boden des Grundgesetzes zurückzukehren. Mein Mann sah das anfangs anders, er meint, nicht mehr zu reden, sei das Schlimmste.

Aber ich habe ihm deutlich gemacht, dass ich darüber nicht mehr reden werden. Die Maßnahmen gegen dich sind notwendig, sie sollen dir helfen, sie sind zweckmäßig und angemessen, er kann mir da folgen oder sich gegen mich stellen, so dass ich selbige Maßnahmen auch gegen ihn treffen müsste. Ich habe ihn schon eine ganze Weile im Verdacht, dass er manchem populistischen Satz im Fernsehen gegenüber zu nachgiebig ist. Aber wir haben Briefwahl gemacht, ich weiß daher, er hat nicht die AfD gewählt.

Du musst wissen, dass es jederzeit eine Rückkehr in meinen Freundeskreis gibt. Du muss nur mal nachdenken, neue Schlüsse ziehen und dich um 360 Grad drehen. Bedenke doch bitte, wir leben hier immer noch in einem demokratischen Staat und auch du kannst nicht behaupten, dass es dir so schlecht geht. Der allgemeine Trend in der Weltpolitik ist schlimm, aber noch lange kein Grund diese AfD-Nazis zu unterstützen, die auf banale Art und Weise den Menschen Angst machen, die Wissenschaft verdrehen, die Gesellschaft spalten und auch noch so menschenverachtend sind, dass sie ihre Positionen künftig im Bundestag vertreten wollen. Wir wissen doch seit 33, wo so etwas hinführt!

Also bitte, denk darüber nach.

Du kannst mir über Sylvia ein Zeichen geben, wenn du wieder bereit bist, meiner Meinung zu sein.

***

Mit Dank & Gruß an PPQ und dortselbst im Original.

Dynamo Dresden. (Ex)Capo: “Es war mir eine große Ehre“

Stefan ’Lehmi’ Lehmann. Braucht als Person und quasi Institution eigentlich niemandem vorgestellt werden.

[Rudolf-Harbig-Stadion, März 2015 – Foto: dehli-news.de]
Und er spricht für sich selbst. Bevor er geht.

[elbkaida.tv | ultras-dynamo.de, YouTube.com, 27. Oktober 2017]

See you …?

… und nicht nur Post Scriptum: Chapeau!

***

***

***

(…) Stefan “Lehmi“ Lehmann von den Ultras Dynamo ist seit Ende der Neunziger Jahre Hauptvorsänger der Dynamo-Fans. Am Sonntag [3. Dezember] wird “Lehmi“ ein letztes Mal den K-Block dirigieren. Dies kündigte der Capo Ende Oktober 2017 in einer Videobotschaft an (…) Der Verein dankte ihm bereits auf der eigenen Webseite für das jahrelange Engagement. Am Sonntag wird in der offiziellen Stadionzeitung des Vereins, dem Kreisel, ein großes Interview mit “Lehmi“ und seinem Nachfolger “Supp“ zu lesen sein (…) [faszination-fankurve.de, 1. Dezember 2017].

***

***

Dynamo Dresden. Böhmermann. Niveau?

Schweigen kann eine Sehnsucht sein. Unerfüllt. Öfter als zuweilen.

SZ_Saechsische_Zeitung_16_10_17_Boehmermann_1

… was das Licht am Fahrrad nun auch nicht gerade niveauvoller leuchten lässt …

RHS_14_10_17_UD
[Rudolf-Harbig-Stadion, 14. Oktober 2017 – Foto: ultras-dynamo.de]
SZ_Saechsische_Zeitung_16_10_17_Boehmermann_2
[Sächsische Zeitung, 16. Oktober 2017 – Faksimiles: O.M.]
Dabei war doch anno dazumal schon wohlfein prononciert worden …

twitter_7_10_17

Jens Umbreit, you just made my day.

***

Post Scriptum – Und das aktuelle Twitter-Profil von J.B. fragt schon gar nicht mehr nach einem Warum. Warum auch?

twitter_17_10_17_boehmermann_p
[“Der ist so … berechenbar“ (F.M.,16. Oktober 2017)]

“Oberflächliches Gerede lässt sich bei gebildeten Menschen nur schwer ertragen, denn sie wissen, dass sie häufiger schweigen sollten“ (Thomas Holtbernd).

Wie dem auch sei …

twitter_03_01_15_1850

***

***

Und ein – nötiges? – Post Post Scriptum

“Die Unendlichkeit ist rund“ (Peter Rudl).

twitter_21_10_17
[Screenshots Twitter: O.M.]