Archiv der Kategorie: CulturalScene

Blickfang Ultra. Heroes for anyone? Go!?

Sätze, wie aus einer Ewigkeit …

“(…) Draußen ist es stockfinster, höchste Zeit schlafen zu gehen, doch einen Tag vor der Drucklegung ist genau noch eine einzige Sache offen (…) Es wäre wahrscheinlich gar nicht weiter dramatisch, müsste ich just in diesem Moment nicht meine tatsächlich allerletzte Einleitung für das Heft namens Blickfang Ultra verfassen. Ja, ihr habt richtig gelesen und verstanden. Mit dieser vor euch liegenden Ausgabe 47 endet ein für mich krasses Kapitel, was ich auf diesen hier wenigen zur Verfügung stehenden Zeilen gar nicht erörtern kann. Gefühlsdudelei finde ich ebenso deplatziert, denn was viel wichtiger ist: Es geht weiter (…)“ [Mirko Otto, ’Ciao!’, BFU # 47, April 2022].

Sätze, wie für eine Ewigkeit …?

“(…) Vermutlich seid ihr gerade eh alle in Schockstarre ob Mirkos Rücktrittsankündigung. Ich kann euch verraten, so gings mir auch, als Mister BFU vor etwa einem Jahr auf mich zukam und ohne große Umschweife fragte, ob ich mir vorstellen könne, das Heft weiterzumachen (…)“ [Schmele, ’Salut!’, ebenda].

(Screenshot: O.M.)

“Haltet unsere Bewegung am Leben!“ [Mirko Otto, BFU # 47]. “It’s just the beginning it’s not the end!” [Schmele, ebenda].

Und die zweite, dritte – aktuelle? – Generation der bundesdeutschen Ultras? The Times They Are a-Changin’ …

Punkt?

Pittiplatsch. Die Wahrheit?

Die Sächsische Zeitung publizierte in ihrer Print-Ausgabe vom 12. November dieses Jahres unter der Headline “Pitti, wurdest du von Anfang an gemocht?“ ein von Henry Berndt geführtes Gespräch mit dem durchaus bekannten Protagonisten.

Im Verlauf des kurzweilig geführten Interviews (“… Ich bin von Natur aus schön …“) replizierte Pittiplatsch unter anderem seinen offiziellen Lebensweg –

“Am Anfang wussten manche Erwachsene nichts mit meinem Aussehen anzufangen. Außerdem fürchteten einige, dass ich den Kindern Dummheiten beibringen würde. Nach nur zwei Folgen war deswegen zunächst wieder Schluss für mich. Aber die Zuschauer haben protestiert und wollten mich zurück. Ab Weihnachten 1962 durfte ich wieder mitmachen – nur nicht mehr ganz so frech. Als ich am 17. Juni 1962 zum ersten Mal im Abendgruß des Sandmännchens auf dem Bildschirm zu sehen war, hatte ich endgültig gewonnen. So etwas wie mich gab es noch nie und wird es auch nie mehr geben.“

Auf seinen lang anhaltenden künstlerischen Erfolg hin angesprochen, wird Pitti so zitiert –

“Ich bin eben unwiderstehlich! … Außerdem habe ich viele Freunde, ohne die ich es nicht bis heute geschafft hätte. Das Schnatterinchen, Bummi, später den Mischka-Bär, den Moppi, Mauz und Hoppel. Nicht zu vergessen natürlich Herrn Fuchs und Frau Elster …“

Moment – Bummi? Mischka? War da nicht was?

Wurden Pittiplatsch die nunmehr aktuell scheinenden Aussagen etwa vom Gesprächsführer in den Mund gelegt, quasi abgepresst, wie auch immer?

Wenn das Politplatschquatschwo ’Pittis Geist wohnt’ – wüsste.

“Die Wahrheit ist immer konkret“ (Wladimir Iljitsch Uljanow) –

(Screenshot Twitter: O.M.)

 

– Nachschiebsel –

“Herrlich. Und auch der Pitti macht mit beim Verschweigen des Skandals um die Verbannung.“ [PPQ, 16. November 2021, 17:49 Uhr]

Blickfang Ultra. Saisonrückblick(e). Akte X?

“Es endet …“, orakelte Keanu Reeves als Neo einst in Matrix Revolutions. Endet es?

Im Vorjahr, rückblickend hinsichtlich der Saison 2019/20, “hat er lange gebraucht dieser Saisonrückblick, so spät hernach publiziert wie bislang wohl noch nie in seiner Geschichte“ [Oktober 2020] – quasi dann allerdings noch Anfang Oktober 2020 veröffentlicht, aus damals gewissen Gründen.

Und nun? Anfang November 2021 – schweigende Stille? Eine dahingehende Anfrage an die ’altbekannte’ BFU-Adresse wurde via E-Mail als unzustellbar deklariert, eine weitere Nachfrage, gerichtet an die offizielle Kontaktmöglichkeit, blieb bislang leider unbeantwortet.

Endet es? Endet es wirklich? So? So lautlos?

Und sollte es denn wirklich so sein …

“… Vielleicht wäre es [dann] für die zuweilen nur noch selbstverliebte Old- und Next-Generation der Ultras an der Zeit, einmal kurz zu schweigen. Und szeneübergreifend die Sonnenbrillen abzusetzen sowie zumindest symbolisch das Basecup zu lüften …“ [September 2015].

… für zehn (10!) weniger oder mehr grandios saisonrückblickende BFU-Print-Publikationen.

“… Ich habe nicht den leisesten Zweifel an der Kraft der Kurven in unserem Land …“ [Mirko Otto, ’Vorwort’ im BFU-Saisonrückblick 2019/20].

Möge es denn so stehen bleiben – für einst?

Manch eine oder einer mag allerdings vielleicht – mittlerweile – doch eher ein etwas leis lauteres ”Vaya con Dios” [Keanu Reeves als John Utah in Gefährliche Brandung] zu vernehmen glauben. Wer weiß …

(One of the best in history?)

***

MedienScreen # 273 [Happy Springtime (War Is Over?)]

[Fundstück] Alexander Osang, “Showdown“, DER SPIEGEL, 27. März 2021 –

(…) stieg ich auf den Mont Klamott, einen Trümmerberg in der Mitte Berlins. Auf der Spitze saßen Leute auf den besprayten Bunkerresten und sahen Richtung Westen, wo die Sonne über einer Skyline unterging, vor der amerikanische Kalter-Krieg-Filme gedreht werden könnten. Sie tranken Wegebiere, rauchten, in ihren Augen leuchtete das Abendrot. Es roch nach Weed. In meinem Kopf sang die unsterbliche Tamara Danz: “Auf dem Dach von Berlin, sind die Wiesen so grün.“ Es wurde Frühling, dachte ich. Der Krieg war vorbei (…)

***

[Mont Klamott, Silly (1983) @ YouTube.com]