Archiv der Kategorie: CulturalScene

I’ve seen things …

Quetschenpaua. Just a memory? You remember?

Aus gegebenem Anlass tradiert original zitierend –

“… Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen …“ [Roy Batty (Rutger Hauer) in Blade Runner, 1982].

[“Blade Runner“, YouTube.com]

… and the 6th October 2021?

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[“Blade Runner 2049“, Screenshot YouTube.com – O.M.]
See you …?

Werbung ist, was du daraus machst?

Da reiben sich weniger oder mehr pyrotechnisch affine Fußballanhänger womöglich verwundert ihre Augen. Denn das Rudolf-Harbig-Stadion (RHS), offiziös unter DDV-Stadion als Heimstätte von Dynamo Dresden bekannt, lädt ein. Vielleicht nicht unbedingt zu einem Spiel des amtierenden Zweitligisten aus der sächsischen Landeshauptstadt. Aber irgendwie. Klandestin vorbereitet? Oder vom Werbefachauszubildenden wohlfein hintergründig geschickt formuliert? So –

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(Sächsische Zeitung, Augusto – Das Ausgehmagazin, Ausriss Titelseite, 21. September 2017 – Faksimile: O.M.)

Wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) jetzt mal nicht umgehend eine weitere Task Force zum Einsatz bringt …

Und rede sich bitte in Zukunft niemand damit heraus, pyrofackelmäßig ein Opfer der Werbung zu sein. Der DFB kennt da keinerlei Gnade. Mit Anhängern von Dynamo Dresden gleich gar nicht.

Vis comica?

Der Aufstand? Saisonrückblick 2016/17 von Blickfang Ultra.

Vor zwei Jahren fast noch ’sterbender Schwan’. Im vorigen Jahr dann ’Phönix aus der Asche’. Nun die siebte Ausgabe eines BFU-Saisonrückblicks. Und diese – jedenfalls erinnerlich – so zeitlich nah zur Vorsaison wie wohl nie zuvor. Chapeau für jemanden, der im fast zeitgleich erschienenen BFU-Stammheft schreibt –

“… So gefestigt wie viele Ultragruppen oder Kurven heute sein mögen, so langweilig kommen sie mir auch vor … (Mirko Otto, ’Salut!’ in Blickfang Ultra # 41).

Mitnichten langweilig betrachtet sich allerdings das 2016/17’er BFU-Saisonheft. Mit darin 33 vertretenen Ultra-Gruppierungen. Wie mittlerweile gehabt wieder im A4-Format. Liebevoll und fast perfekt layoutet. 296 Seiten stark. Solch Brett will erst einmal gestemmt sein …

Viele Bilder. Weniger oder mehr umfangreiche Texte. Lesen bildet. Und alles sollte gelesen werden. Schließlich sind es unwiderrufliche Dokumente der Zeitgeschichte. So wie auch das Coverbild –

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“… Ganz klar, dünnes Eis und extrem diskussionswürdig. Also geil?! Ich meine ja. Es war – denke ich – zum Ende hin das bestimmende Thema und wird uns wie ich vermute auch noch weiterhin verfolgen. Dass die Neutralität im Foto nicht gegeben ist, wissen wir … Sollte es da draußen wirklich jemanden geben, der sich nicht damit identifizieren kann, sollte derjenige dennoch versuchen milde drüber hinwegzuschauen …“ (Mirko Otto, ’Hallo’, BFU-Saisonrückblick 2016/17).

Was kommt? Ungewiss. Was bleibt? Dieses Heft. Und alle davor.

Und was bliebe vielleicht noch sagen zu lassen?

“… Na gut, muss für dieses Jahr reichen. Den Pulitzerpreis werd ich wohl … nicht einheimsen und das Gespött sämtlicher progressiver Ultras auf mich ziehen. Aber keine Angst, wer Sehnsucht nach meinen Spitzen, Kommentaren und Rundumschlägen hat, besorgt sich einfach im September das neue BFU. (Ja, es geht weiter, zumindest vorerst.) Bis dahin nun viel Spaß mit dem Schinken“ (Mirko Otto, ’Hallo’, BFU-Saisonrückblick 2016/17).

Bei einer Händlerin/einem Händler des eigenen Vertrauens ist Blickfang Ultra Saisonrückblick 2016/17 garantiert noch vorrätig.

MedienScreen # 163 [Toni Krahl. Am Fenster. Immer wieder. Anders. Und nicht irgendwie.]

[Fundstück] Toni Krahl in seinem Buch “Toni Krahls Rocklegenden“ (2016) –

(…) Fünf Jahre K & P Music waren es mir wert, bei mir zu Hause ein kleines Fest zu geben. Wir haben ein Schwein gebraten, klar, ’n vegetarisches. Das nie Fleisch gefressen hat (…)

“Toni ist einer der Coolsten. Er hat nie vergessen, dass in dem Wort Unterhaltung das Wort Haltung steckt(Sebastian Krumbiegel, Klappentext).

– Nachschiebsel –

Lieber Toni Krahl, Joe Cocker hat 1988 in Dresden aber beileibe nicht “in der Elbaue“ gespielt. Da war eine Wiese. In Dresden. Ja. Nicht etwa nahe der Elbe. Sondern fast direkt neben dem Rudolf-Harbig-Stadion. Die seitdem nach ihm geheißen wird. Cockerwiese. Remember?